RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Baubeginn für die Erweiterung der Sternschule rückt näher

Die heute zweizügige Grundschule an der Klara-/ Brigittastraße soll um insgesamt rund 100 Schulplätze erweitert werden und soll deshalb mehr Klassenräume erhalten. Darüber hinaus soll das Bestandsgebäude saniert werden.

Durch Probleme bei der Ausschreibung hat sich das Vorhaben verzögert, das - zusammen mit einigen anderen - den dringenden Forderungen nach mehr Schulraum in Rüttenscheid nachkommt.

Nach den bauvorbereitenden Maßnahmen im Sommer 2020 erfolgen der Abbruch der Pausenhalle und der Anbau des neuen Gebäudes.

Für Aufregung sorgten die für Februar geplanten Baumfällungen, die laut Stadt für die Baustelle notwendig seien. Insgesamt 13 Bäume sowie einige Büsche  müssten gerodet werden. Die restlichen Bäume auf dem Grundstück bleiben erhalten. Nach Fertigstellung der Baumaßnahme werden auf den Außenanlagen insgesamt 21 Bäume nachgepflanzt.

Der Entwurf sieht vor, dass an der Stelle der jetzigen Pausenhalle ein dreigeschossiger Anbau mit Verbindungsgang und rund 2.100 Quadratmetern Bruttogeschossfläche hergestellt wird. Weiterhin wird das Nebentreppenhaus neu errichtet und reorganisiert, um zusätzliche Flächen für die deutsch-französische Bibliothek und schulische Lehrmittel zu erhalten.

Neben den zusätzlichen Klassenräumen für den neuen dritten Zug werden auch Fachräume für Musik und Kunst sowie Gruppen- und Mehrzweckräume eingerichtet. Ebenfalls eingeplant sind Betreuungsräume für den Offenen Ganztag, ein Speiseraum und die Vergrößerung der Flächen für die Verwaltung im Bestandsgebäude. Zusätzlich dazu soll ein Aufzug installiert werden, so dass es einen barrierefreien Zugang in fast alle Bereiche des Bestandsgebäudes und des Neubaus geben wird.

Auch Haupteingang und Schulhof werden umgestaltet, die WC-Anlagen erneuert und eine zentrale Lüftungsanlage eingebaut, um eine verbesserte Raumluft zu erhalten und Wärmeverluste zu minimieren.

Die Sanierungen im Bestandsgebäude umfassen unter anderem das Dach und die Fassade. Auch die Flucht- und Rettungswege sollen nach neuestem Standard angepasst werden und es sollen auch hier barrierefreie Zugänge entstehen.

Mit der Fertigstellung der Baumaßnahme wird nach heutigem Stand im Herbst/Winter 2022 gerechnet. Derzeit werden die Gesamtkosten auf rund 15,7 Millionen Euro geschätzt, deutlich mehr als ursprünglich angenommen.

Auch in der Andreas- und der Käthe-Kollwitz-Schule sowie dem Helmholtz-Gymnasium stehen bekanntlich erhebliche Erweiterungsbaumaßnahmen an. Hinzu kommen Sanierungsprogramme für Toiletten etc.

In einer Diskussionsrunde über Rüttenscheid erläuterte Herr Al Ghusain, Beigeordneter für Jugend, Bildung und Kultur,  die drängenden Probleme auf diesem Gebiet, denen er sich – aus Würzburg kommend - seit Übernahme der Aufgabe vor 1,5 Jahren sowohl mit Besuchen in Schulen als auch mit Strukturänderungen in der Verwaltung widmet.

Allein nach der Zahl der Bewohner im Stadtteil ist die Versorgungsquote in Rüttenscheid sehr gut, aber es gibt zusätzlichen Bedarf durch die vielen hier Beschäftigten und den guten Ruf der Schulen, der zu Bewerbungen aus Nachbarvierteln sorgt. Daher plädiert die IGR ja - auch bei der KITA-Bedarfsplanung - dafür diesen realen Bedarf zu berücksichtigen, statt sich am Melderegister zu orientieren. Auch der plötzliche Zuzug von Flüchtlingen, wie 2015/16 oder die Wiedereinführung von G9, lassen sich nicht vorhersehen, so dass die Planung bei langen Bauzeiten schwierig ist. Immerhin hat man sich noch vor ca. 10 Jahren mit der Schließung von Schulen mangels Anmeldungen befassen müssen. Hinzu kommt die Tatsache, dass sowohl Bauverwaltung als auch die Handwerkerschaft kaum genug Kapazitäten für den jetzt geplanten schnellen Zubau haben. Man ließe aber keine Fördergelder verfallen und tue, was möglich ist. Dabei ist aber ganz Essen zu sehen und der dramatische Zustand manch anderen Schulen.


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