RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Bauvorhaben "Rüttenscheider Brücke" auf P2

P2. Die rote Fläche oben links zeigt das geplante Baugebiet. Unten rechts die Lagerhalle mit der Ausgleichsfläche. (WAZ Blossey)

Das auch an dieser Stelle schon vielfach diskutierte Bauvorhaben der Hopf IEG auf dem Messeparkplatz P2 vor dem Girardethaus hat eine weitere Hürde genommen. Der Aufsichtsrat hat dem Flächentausch zugestimmt, der der Hopf IEG erlaubt hier zu bauen - ein Bauvorhaben, das wegen seiner prägenden Wirkung für Rüttenscheid viel öffentliche Kritik hervorgerufen hat. WAZ...

Wir präsentieren seit April 2018 das Bauvorhaben und die Vorgeschichte des Geländes. Geplant ist ein Deckel mit Platzcharakter an der Brücke, ein zurückgesetztes Bürogebäude an der Ecke und drei Wohngebäude entlang der Wittekindstraße. Die Darstellungen basieren auf den bisher bekannten Daten, vor allem denen im Ratsinformationssystem zum ersten Antrags auf Änderung des Bebauungsplans aus Mai 2018. Allerdings wurden in der Zwischenzeit schon viele Änderungen bewirkt, so dass ein neuer Entwurf als Ratsvorlage im September erscheinen wird. Unsere Dokumentation wird dann entsprechend aktualisiert.

Die Kritik am Bauvorhaben betrifft Punkte wie Bauhöhe, Verkehrsaufkommen, Fahrradtrasse, Anbindung an die Rü, Frischluftschneise und Stadtklima, Grünverlust, Parkplätze, Freiflächenverlust/ Siedlungsdichte u.a..

Argumente für die Bebauung sind: Schaffung eines attraktiven Platzes an der Rü, Beseitigung der staubigen Industriebrache, Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen.

Die IGR tritt im Rahmen des Rüttenscheider Bürgerforums für eine frühzeitige Bürgerbeteiligung über die formalen Abläufe hinaus ein. Es fehlt generell eine frühzeitige Information und Beteiligung bei allen städtebaulichen Fragen.

Da auch die Parteien das so sehen und der Bauherr nach Beginn des B-Plan-Verfahrens auch bereit ist in eine Diskussion einzutreten, plant das Bürgerforum eine ergebnisoffene Workshop-Veranstaltung mit Bauherr, Architekten, Verwaltung, Politik und Sachverständigen, bei der die Bürger, unterstützt von Sachverständigen ihre Interessen, Fragen und Ideen einbringen und diskutieren können. 

Da eine Verhinderung des Projektes juristisch kaum möglich zu sein scheint, ist es das Ziel, im Zusammenspiel der Interessenvertreter so viel wie möglich für Rüttenscheid herauszuholen.

Vorgeschichte:

Die Stadt Essen hat es vor Jahrzehnten versäumt die Flächen des alten Güterbahnhofs Rüttenscheid von der Bahn zu kaufen. Um die für die Messe existentiell wichtigen Parkmöglichkeiten zu sichern, hat die Stadt 2012 Teile von P2 von der Hopf IEG gekauft, mit der Verpflichtung die Flächen neben der Rüttenscheider Brücke zum Zwecke der Bebauung zurückzugeben, wenn Hopf eine für die Messenutzung gleichwertige Fläche anbietet. Das ist jetzt mit der Fläche neben dem Heizwerk der Fall. Die dortige Lagerhalle käme weg.

Im Mai 2018 hat daher die Verwaltung dem Rat eine Änderung des Bebauungsplanes vorgeschlagen, bei der grobe Planungsentwürfe ins Ratsinformationssystem gestellt wurden. Wir haben sie unter 
www.ruettenscheid.de/ruettenscheiderbruecke 
einschließlich der Vorgeschichte der Fläche präsentiert. Seitdem gab es Änderungen, die wir ergänzen, sobald sie vorliegen.

Weil die Politik erst den Flächentausch sicherstellen wollte und es juristische Komplikationen gab, hat man das Verfahren zurückgestellt. So wird die Politik erst im September 2019 die Verwaltung mit der Änderung des Bebauungsplanes beauftragen. Dabei wird es diverse Untersuchungen z.B. zu Verkehr, Klima, Umwelt sowie Bürgeranhörungen geben, bei denen alle Bedenken eingebracht werden können. Ein solches Verfahren dauert ca. 9 Monate. Danach kann ein Bauantrag folgen, der erneut ein Jahr benötigt.

Im Oktober oder November streben wir im Bürgerforum den besagten ergebnisoffenen Workshop mit möglichst allen Beteiligten und intensiver Bürgerbeteiligung an. 

alle Aspekte...


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