RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Bürgerstammtisch 2.0

Der Bürgerstammtisch, der aus dem WAZ-Leserstammtisch hervorgegangen ist, war trotz großer Konkurrenz durch den Fußball, auch in der neuen Konstellation gut besucht. Es gab wie immer lebhafte und konstruktive Diskussionen über lokale Themen. Was bedeutet die Veränderung der WAZ-Lokalseiten und wie wird sie bewertet? Wie kann lokale Information verbessert werden? Wie sieht man die Grüne Hauptstadt und die Imagewerbung der Stadt nach außen? Wie kann man ein besseres Miteinander erreichen, so dass z.B. alle mehr auf Saubereit achten? Was wird aus den Neubauvorhaben, wie der PH? - Ein breites Spektrum an Themen also, die die Bürger bewegen, die aber auch vieles gemeinsam haben.

Es geht immer wieder um die Haltung zur eigenen Stadt und zum Gemeinwesen. Klar geht bei der Grünen Hauptstadt vieles an den Bürgern vorbei und eine größere Beteiligung wäre wünschenswert. Vieles an Angeboten ist aber auch da und wird übersehen. Die IGR, wie auch der Stadtverband der Bürgervereine, werden sich hier auch um Information bemühen. Man muss natürlich auch für die kurze Vorbereitungszeit und die knappen Ressourcen Verständnis haben. Wenn der Imagewandel, den die Kulturhauptstadt nach außen dauerhaft geleistet hat, auch beim Thema Grün erreichen wird, dann ist für Essen schon ein großer Nutzen erreicht. Für die Bürger gibt es viele Beteiligungsmöglichkeiten, die auch geeignet sind, die Sensibilität für die eigene Umwelt zu schärfen. Die immer wieder beklagten Probleme mit der Sauberkeit im öffentlichen Raum sind jedenfalls von Menschen verursacht, die diese Haltung vermissen lassen. Da können Behörden wenig ändern und nur reparieren. Wenn jeder etwas in seinem Umfeld macht, so ist schon viel geholfen und er ist Vorbild für andere. Wer Müll sieht kann immer 888888 oder die EBE 854-0 anrufen. Sagt man nicht Bescheid, bleibt er liegen. Gibt man sich einen Ruck und ermahnt jemanden, der Abfall fallen lässt, werden wenigstens einige ihr Verhalten ändern.

Konstruktives Engagement hilft auch bei anderen Konflikten und man kann immer wieder feststellen, dass wir in Rüttenscheid durchaus eine konstruktive Konfliktkultur pflegen. Die besorgten Bürger an der PH werden am Donnerstag um 7:30 einen Test mit eigenen Fahrzeugen veranstalten, um zu sehen, wie es sein wird, wenn 420 Wohnungen mehr die Henri-Dunant-Str. belasten. Da auch die Behörden in mehreren öffentlichen Veranstaltungen Offenheit gezeigt haben, besteht Hoffnung, dass alles herausverhandelt werden kann, was technisch möglich ist. Die öffentliche Aufmerksamkeit hilft bei diesem Prozess.

Doch es wurden auch viele konkrete Vorschläge vorgetragen, die wir weitergeben werden. So ist der Eingang der Gruga für Auswärtige vor allem im Duklen (Parkleuchten) nicht zu finden, da er von der Messebaustelle verdeckt wird. Eine Verbesserung der Beschilderung wurde mittlerweile von der Messe zugesagt. Der Weg durch die Baustelle könnte besser befestigt und beleuchtet werden, was auch zugesagt wurde. Die IGR bemüht sich schon länger um eine bessere Beschilderung zum Grugapark, Schließlich soll die Grüne Hauptstadt gerade Auswärtige anziehen.

Hinsichtlich der leidigen Graugänse auf den Wiesen wurde die Behauptung aufgestellt, dass man nur das Gras länger wachsen lassen müsse. Auch dem - und vielen weiteren Vorschlägen - werden wir nachgehen.

Viele Erzählungen, Informationen, Tipps und Ideen wurden in diesem Themenspektrum lebhaft diskutiert, so dass alle das Gefühl eines gelungenen und konstruktiven Abends hatten, der vielleicht das eine oder andere bewirkt hat. Jedenfalls wurden auch neue Kontakte geknüpft, so dass es für einige ein deutlich längerer Abend wurde als bei den traditionellen WAZ-Leserstammtischen.

Für März wird es wohl auch keinen WAZ-Stammtisch geben, so dass wir zum Traditionstermin  (2. Mi. im Monat) den 8.3., 12.4. und, wenn alles gut geht 10.5. je um 19 Uhr im Istra, Rü 159, festgelegt haben.


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