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Denkmal Grugabad

Am 3. September wird der Planungsausschuss wahrscheinlich den Denkmalschutz für das Grugabad beschließen. Mit dieser Entscheidung, zu der die obere Denkmalbehörde Essen schon seit langem drängt, hat es sich die Essener Politik seit vielen Jahren nicht leicht gemacht. Zuletzt wurde sie aufgeschoben, weil 2017 Workshops zur „Zukunft des Grugabades“ durchgeführt wurden, bei denen mit Bürgern und Fachleuten aus verschiedenen Bereichen unterschiede Konzepte für die Zukunft erarbeitet wurden.

Einerseits gewährleistet der Denkmalschutz, der sicher berechtigt ist, die Existenz des Bades in seiner jetzigen Struktur, andererseits besteht die Befürchtung, dass durch den Schutz von Details jede Renovierung sehr teuer und umständlich werden kann und große Entwicklungsschritte, wie die Überdachung eines Beckens für den Ganzjahresbetrieb, unmöglich machen könnte.

Die Beratungen zeigen, dass die umfangreiche Denkmal Karteikarte keine sichere Aussage darüber erlaubt, was genau geändert werden darf.
Bedeutet der Schutz des Maschinenraums, dass man die maroden Altanlagen jetzt nicht erneuern darf? Muss jetzt jede Fliese in alter Form rekonstruiert werden? Darf man den Eingang nicht mehr verlegen, wie es angedacht ist und ein Becken nicht mehr überdachen, falls man die Vorteile des Ganzjahresbetriebes ermöglichen will?
Die Experten sagen, dass all dies möglich sei und verweisen z.B. darauf, dass eine Überdachung auch eine Option des Architekten gewesen sein soll. Sicher kann man sich aber nicht sein.
Neben sicher höheren Kosten werden Fördermittel und Abschreibungsmöglichkeiten eröffnet.

So wird es wohl zum Denkmalschutz kommen, und er wird vor allem das Gesamtensemble betreffen, das jeden beeindruckt, der das Bad nutzt, oder an einer der Besichtigungen teilnimmt die die Grugabad-Freunde anbieten bzw. eine der neuen Kultur-Events besucht. Zwei große Platten schweben quasi in einer grünen Landschaft - ein imposanter Eindruck, den man z.B. bei einem Blick von der Tribüne aus gewinnen kann und der einem die Bedeutung des Bauwerkes zeigt. Zusammen mit den Wiesen und der angrenzenden Gruga zeigt sich dabei auch das Potenzial für andere Nutzungen, wie man sie bei den Aufführungen im Rahmen von Kunstbaden eindrucksvoll erleben kann.

Die Politik hat kürzlich erste, wenn auch sehr mühsame und langwierige Schritte unternommen, die Funktionsfähigkeit des jahrzehntelang nicht gepflegten Bades technisch sicherzustellen. Weitere Entwicklungsschritte werden sicher viele Jahre dauern und das auch wegen des Denkmalschutzes, auf den wir Essener aber alle sehr stolz sein können.

Nächste Führung...

WAZ...

www.grugabad-freunde.de

Die Vorlage...


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