RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Diskussionen um das Rommenhöllergleis

Der Ausbau des sog. Rommenhöllergleises zum Fuß- und Radweg sorgte schon öfter für Diskussionen, zuletzt durch die massiven und teilweise unberechtigten Rodungsarbeiten (WAZ...). Unabhängig von den beschriebenen Klagen der Schrebergärtner zeigen die Bilder, dass auch im öffentlichen Raum viele große Bäume abseits der Trasse gefällt wurden.

Seit langem haben wir (IGR und Bürgerforum) versucht zu klären, wieso man auf der neu zu bauenden Trasse nur eine Breite von 3m für die gemeinsame Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer vorsieht, wo doch die Konflikte zwischen beiden auf allen derartigen Trassen bekannt sind. Viele weitere Argumente sprächen für einen breiteren Ausbau und eine Trennung der Wege. Der neue Weg von 860m ist eine Verlängerung der viel befahrenen Grugatrasse, die jetzt auch auf 3m für Räder plus 2m für Fußgänger ausgebaut wird. Ein teurer, nachträglicher Ausbau, den man sich auf der neuen Trasse ersparen könnte. Die Trasse führt außerdem vorbei am größten Neubauvorhaben in Rüttenscheid auf dem Gelände der ehemaligen PH mit rund 300 Wohnungen, das auch intensiv mit dieser Verkehrsverbindung wirbt (Bild Parc Dunant). Eine Weiterentwicklung der Trasse in Richtung Bergerhausen ist geplant, und ein Anschluss an den Radweg zum Bahnhof-Süd besteht bereits. Dieser Weg soll weiter nach Norden fortgesetzt werden. Es gibt also einige Entwicklungspotentiale.

Erst hieß es, das Grundstück sei nur 3m, dann hieß es, die Baugeräte bräuchten Platz, den man nicht bebauen könne. Tatsächlich ist sowohl das Grundstück als auch die freigerodete Fläche 7-11m breit und technisch auch nutzbar.
Der Grund für die 3m ist vielmehr die Tatsache, dass der RVR den Abschnitt im Radwegenetz als Nebenstrecke führt, während z.B. die Grugatrasse eine Radhauptverbindung ist. Der RVR legt für solche Routen die genannten Breiten entsprechend fest und die Stadt Essen folgt diesem Standard.
Bleibt die Frage, wieso diese Einstufung so erfolgt und ob man den Gehweg nicht als Stadt trotzdem gleich mitbauen kann. Womit man beim leidigen Geld wäre.
Die CDU hat im Verkehrsausschuss eine entsprechende Anfrage gestellt.

Die alte Bahntrasse parallel zur Müller-Breslau-Str. hat Ihren Namen von der ehemaligen Firma Rommenhöller, die etwa da, wo jetzt Staples liegt, Industriegase hergestellt hat. Entlang des A52-Zubringers und der Bahngleise gibt es einen Fuß-Rad-Weg zum Bahnhof-Süd. Es soll ja multimodal gedacht werden.

Der Umbau der Trasse war wegen der hohen Kosten von 1,14 Mio. € zunächst umstritten, da entlang der Müller-Breslau-Str. auch ein Radweg verläuft. Vor allem die Sanierung einer alten Eisenbahnbrücke über die Wittenbergstr. ist teuer (Bilder). Gefördert werden vom Land voraussichtlich 855.000€. Der Förderbescheid steht noch aus. Die Rodungen wurden im Februar durchgeführt. Die Bauzeit soll zwei Jahre betragen.
Baubeschluss..., Karte...

Themen in der Diskussion sind noch die Querung der Veronikastraße und die Anbindung an die Grugatrasse auf P2.

Misslungen ist leider die Anbindung nach Norden an die Müller-Breslau-Straße, weil die dortigen Grundstückseigentümer dies leider verweigern.

Nach unseren Interventionen zusammen mit Anliegern wurde eine weitere Verbindung zur Henri-Dunant-Str. am Ostende des Neubaus zugesagt, was eine kleine Rampe zur Überwindung der 3-5 m Höhenunterschied erfordert. Damit soll die gefährliche, rechtwinklige Kreuzung mit dem bestehenden Fuß-Rad-Weg von Norden entlastet werden. Eine weitere Rampe wurde zugesagt, aber bisher leider nicht dokumentiert.

Die letzten Bilder zeigen den Baufortschritt des Parc Dunant. Die westlichen Gebäude sind bereits bezogen.


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