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Eröffnung Schmetterlingegarten

Eröffnung des Schmetterlingsgartens Der Stiftungsverein Grugapark Essen e.V. hat heute seinen Schmetterlingsgarten im Grugapark Essen eröffnet, wobei das zunächst eine erste Ausbaustufe ist. 150 Schmetterlinge in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zogen in das neue - noch kleine - Schmetterlingshaus ein, gegrüßt von Kindern der Kita am Grugapark und Zollverein, die das Schmettterlingslied sangen und so das Thema vorgaben.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gesetzt tatkräftig für die Realisierung von Entwicklungsprojekten des Parkes einzutreten, die nicht durch die städtische Finanzierung gesichert sind. Dabei steht das Sammeln von Spendengeldern im Mittelpunkt, und jeder ist aufgerufen sich für unser aller Park einzusetzen.

Der Schmetterlingsgarten, über den hier schon mehrfach berichtet wurde, ist da nur eines von vielen Projekten. Es widmet sich generationenübergreifende der Aufgabe für den Artenschutz einzutreten und hat dabei die pädagogischen Aspekte der Arbeit mit Kindern im Fokus, die im Park schon an vielen Stellen eine wichtige Rolle spielt. Der Vorsitzende, Prof. Spie, ist schließlich auch engagierter Vorsitzender des Kinderschutzbundes.

„Die Übernahme der Verantwortung für die Natur beginnt bei der Erziehung unserer Kinder. Deswegen ist dies nicht nur eine Mustergartenanlage, die zum privaten Nachbau einladen soll. In erster Linie hat der Schmetterlingsgarten eine pädagogische Ausrichtung. Kindergartenkinder und Schulkinder lernen hier die Entwicklungsstadien der Schmetterlinge von der Eiablage über die Raupe, Verpuppung bis hin zum Entpuppen als Schmetterling. Kinder werden hier angeregt ganz praktisch in entsprechenden Projekten aktiv teilzuhaben und unter Begleitung Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder der Kita Zollverein und der Gruga sind in den letzten Wochen zu Schmetterlingsprofis geworden und haben 150 Schmetterlinge in allen Entwicklungsstufen mit großer Begeisterung begleitet. Die Schmetterlinge dürfen nun heute hier sozusagen als Erstbewohner in den Musterschmetterlingsgarten einziehen. So bildet das pädagogische Konzept, dass die Schule Natur im Grugapark und der Kinderschutzbund Essen für Kindergärten und Grundschulen erarbeitet haben, die Grundlage für vielfältige Projekte mit Kindern und Schmetterlingen.“ erklärte Prof. Spie.

Der Garten soll der anschaulichen Aufklärung dienen, aber auch zum Erhalt und zur Nachzucht heimischer Schmetterlinge beitragen, die zu einem Großteil schon ausgestorben oder gefährdet sind.

Hier wurden über 800 Pflanzen gesetzt, die die Grundlage für Ernährung und Vermehrung von Schmetterlingen sind. Von Stauden über die wilde Möhre bis hin zur Brennnessel finden Schmetterlinge hier ihr Schlaraffenland.

Neue Studien zeigen, dass es heute zwei Drittel weniger Tagfalter gibt, als noch vor 30 Jahren. Und nicht nur die Zahl der Tiere nimmt ab, auch die Arten werden immer weniger.

Das Verschwinden der Schmetterlinge ist ebenfalls ein Anzeichen dafür, wie schnell sich die Umweltbedingungen verändern. Denn Schmetterlinge sind sehr empfindlich und reagieren sensibel auf Veränderungen in der Natur und ihrer Lebensbedingungen.

„Schmetterlinge sind nicht nur wunderschön und Inbegriff des Sommers, sie sind auch ein wesentlicher Teil der Insekten, die unsere Blüten bestäuben. Und ohne Blütenbestäuber gäbe es viele landwirtschaftliche Produkte nicht. Gerade unseren Stadtkindern fehlt oft die Chance, solche Zusammenhänge selber beobachten zu können. Dafür bietet die Gruga im Herzen des Ruhrgebiets hier in Essen beste Voraussetzungen.“ so Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Garten liegt auf einer Wirtschaftsfläche, die dem Park als zusätzliche öffentliche Fläche hinzugefügt wird und zwischen dem Bienenhaus und dem Romanischen Haus zur Mustergartenanlage gehört.

Auch Bürgermeisterin der Stadt Essen, Julia Jacob, Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorstand für Umwelt, Verkehr und Sport Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Grün und Gruga sowie Herrn Banzhaf von den Mustergartenanlage im Grugapark e.V., der maßgeblich die Baumaßnahmen durchgeführt hat, waren anwesend.

Wir freuen uns über ein weiteres Highlight des Grugaparkes.

Vermittlung von Kenntnissen über die Natur war im Übrigen von Anfang an Aufgabe der Großen Ruhrländischen Gartenbauausstellung (Gruga 1929) und ihres Vorgängers, dem Botanischen Garten (1925), denn in den 20er und 30er-Jahren war es wichtig, den Städtern und Arbeitern Naturerlebnis und Anleitung zu eigenem Anbau zu geben. Heute ist es aus anderen Gründen wichtig.

www.grugapark-stiftung.de


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