RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Fahrradstraße Rü

Die Bauarbeiten zur Fahrradstraße Rü werden am Mo. 20.7.20 beginnen. Einzelheiten offiziell hier... Für die anliegenden Geschäfte, Kunden, Patienten, Anlieger etc. ist das eine große Belastung, denn bis Ende September wird die Rü zur Einbahnstraße und zur Baustelle.

Für den unkundigen Betrachter ist es nach der gegenwärtigen Diskussion merkwürdig, dass für rund 800.000€ etwas gebaut wird, was scheinbar keiner will. Der Fahrradlobby geht es nicht weit genug, denn sie will die ganze Straße allein für sich haben und für alle, außer Fahrrädern, sperren. Der Einzelhandel, die Dienstleister, Ärzte, Gastronomen etc. wollen das nicht, weil Sie auch die Autokunden brauchen und Rüttenscheid trotz ÖPNV für viele von außerhalb ohne PKW nicht gut erreichbar ist. Außerdem ist die wirtschaftliche Lage schlecht, so dass man ehr Hilfe als zusätzliche Belastung braucht, soll das Angebot erhalten bleiben. Die Anwohner in der Umgebung wollen nicht unnötigen Mehrverkehr und Emissionen in ihren Wohnstraßen was die Folge von Sperrungen oder Umleitungen wäre. Außerdem wollen auch sie die Angebote erhalten, denn das macht die Attraktivität Rüttenscheids aus. Und die Politik möchte eine einvernehmliche Lösung, steht aber unter dem künstlichen Zwang, dass mit der sog. Umwelthilfe zur Abwendung von Dieselfahrverboten u.a. die Einrichtung einer Fahrradstraße vereinbart wurde.

Mit den Stimmen aller Parteien wurde ein Planungsbüro damit beauftragt eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die liegt jetzt vor, und wenn alle jammern, ist das, wie man so sagt, ein Zeichen eines guten Kompromisses. Bedauerlich nur, dass einzelne Parteien in Wahlkampfzeiten mit dem Angerichteten nichts mehr zu tun haben wollen.

Dabei wird viel für den Radverkehr und auch für die Fußgänger getan. Man denke nur an den Wegfall des in letzter Zeit aggressiv missbrauchten Radstreifens auf dem Gehweg, der Fußgängern viel mehr Platz und vor allem Sicherheit gibt. Die Maßnahmen für die Fahrradfahrer: Zusätzliche Rechte durch die Fahrradstraße, Vorfahrt auf der Rü, Schutzstreifen, ARAS (Aufgeweitete Rad-Aufstell-Streifen) an den Ampeln mit eigener Überholspur, Piktogramme, die auf die Sonderrechte hinweisen u.s.w..

Nein, auch die IGR ist nicht zufrieden. Sie hat viele Vorschläge gemacht, die nicht gehört wurden und dem Radverkehr gedient hätten. Sie hätten ferner Baumfällungen, Parkplatzverluste und erhebliche Kosten vermieden. Aber, so ist das bei einem Kompromiss.

Am Ende – nach der Bauzeit - können aber alle zufrieden sein, dass viel für Fußgänger und Radfahrer getan und der Einzelhandel in schwerer Zeit nur wenig belastet wurde. Die IGR hat dazu beigetragen und hofft, dass es auch so bleibt, damit Rüttenscheid attraktiv bleibt.

Zusammen mit den Einzelhändlern tritt sie mit einem Plakat dafür ein und betont, dass man keinen Verkehrsträger auszusperren sollte.

Das alles ist der Grund, warum die Parteien der Mitte in großer Mehrheit auch diese Positionen vertreten. Ohne Umwelthilfe hätten sie – und die IGR – vermutlich einen Gutachter ehr gefragt, ob die Rü oder lieber eine andere Verbindungen für eine Radhauptachse durch Essen überhaupt geeignet wären. 

Leider ist der Stil der der Auseinandersetzung ehr aggressiv und teilweise unehrlich.

Zur Vertiefung gibt es die seit einem Jahr stets aktualisierte Seite www.ruettenscheid.de/fahrradstrasse 


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