RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Fahrradstraße Rü

Im Rahmen der Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs sollen Fahrrad-Hauptrouten zu Fahrradstraßen ausgebaut werden, von denen die Rüttenscheider Straße eine ist. Erst kürzlich wurde eine Route von Witteringstraße bis Frohnhausen beschlossen, die 56 Parkplätze kosten wird.

Die Rü soll nun zur Fahrradstraße werden, unabhängig davon, ob sie mit all ihren Ampeln, Zebrastreifen, Kreuzungen Fußgängern, Bushaltestellen, Ladeverkehren etc. für eine Radschnellstraße überhaupt geeignet ist. Auch das wird einige (vermutlich über 20) Parkplätze kosten.

Ein Bündel von 8 Maßnahmen macht es den Radfahrern leichter und verleiht ihnen Vorrechte gegenüber dem Autoverkehr. Dies wird von Bürgern und Einzelhandel natürlich mit großer Sorge gesehen. Trotzdem wurde bisher über alle - bis auf eine - konstruktiv diskutiert, denn das Ziel wird durchaus anerkannt, allein, es ist nur die Frage, welche Maßnahmen welche Wirkung haben und was der Preis ist, den andere dafür zahlen müssen.

Absolut uneins ist man sich dagegen über die sog. Modalsperren. (Als Modalitäten bezeichnen die Verkehrswissenschaftler die verschiedenen Verkehrsträger, und eine Modalsperre oder Modalfilter sollen bestimmte Verkehrsträger – hier die Radfahrer – durchlassen und andere – hier die Autos – nicht).

Es ist dabei geplant die Durchfahrt auf der Rü von Süden kommend an der Martinstraße zu verbieten und von Norden am Rüttenscheider Stern. Ziel ist es, den Durchgangsverkehr, der mit ca. 10% ermittelt wurde, zu vermindern. Allerdings weist man damit auch die 90% des erwünschten Verkehrs ab. Der Verkehr wird in die Wohngebiete des Mädchenviertels und auf die Alfredstraße gedrängt. Zusätzlicher Umweg- und kreisender Verkehr wird erzeugt. Auch, wenn jedes Geschäft natürlich erreichbar bleibt, wird dies deutlich eingeschränkt und teilweise kompliziert.

Diese Maßnahme geht also zu Lasten der Anwohner, des Verkehrs und der Geschäfte und dient den Radfahrern, im Gegensatz zu den anderen Maßnahmen, nur sehr wenig, wenn überhaupt.
Die Details sind kompliziert und unter www.ruettenscheid.de/fahrradstrasse nachzulesen.

Nachdem erst kürzlich die Parkgebühren erheblich erhöht, Kundenparkplätze durch Ladesäulen und demnächst Carsharingplätze reduziert wurden, die Mieten ständig drastisch steigen und auch die Rüttenscheider Geschäfte unter Onlinehandel, Einkaufszentren und sinkender Kaufkraft leiden, sollte man sie nicht durch all diese weiteren Maßnahmen aufs Spiel setzen. Sonst verliert Essen den letzten Einzelhandelsstandort, der (noch) nicht in der Kriese ist. Vielmehr wäre auch einmal Hilfe angebracht!

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