RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Grugapark-Entwicklung

Gerade endete das Parkleuchten, das erneut gezeigt hat, wie viel unser Grugapark zu bieten hat. Möglicherweise werden Besucherrekorde wegen des dauernden Regens und Corona nicht gebrochen, aber einige Zig Tausend zusätzlich zahlende Gäste zieht diese Veranstaltung jedes Mal an. Das Echo ist sehr positiv. Die tollen Bilder gehen durch die (Internet)Welt.

Gleichzeitig hat Grün&Gruga das neue Parkentwicklungskonzept vorgestellt, das bis zum 100jährigen Geburtstag der Gruga 2029 rund 30 Mio. € investieren will, um den Park weiterzuentwickeln. Rund 9 Mio. € davon erhofft man sich aus Fördertöpfen oder privaten Spenden, wie sie z.B. der Stiftungsverein (der jetzt auch eine eigene Facebookseite hat) akquiriert.

Entwickelt wurde das Konzept zusammen mit einem Beratungsbüro und unter Einbeziehung vieler Rückmeldungen aus dem Kreis der Besucher und Mitarbeiter, auch, wenn es öffentliche Foren diesmal nicht gab. Die Stadt sieht diese Stärkung als „Bekenntnis“ zum Park und als Würdigung der wichtigen Funktionen dieses „grünen Herzens der Stadt Essen“. Immerhin hat er weit mehr als eine Mio. Besucher pro Jahr. Auch andere Städte, die Dortmund würden ähnliche Summen vorsehen.

Glücklicherweise gehört zu den über 50 Projekten mit großer Bandbreite auch die Verbesserung des Pflegezustandes.

Das gesamte, lesenswerte Werk mit dem Titel „Grugapark - Begeistert für Grün“ ist in gedruckter Form, aber auch hier... einzusehen. Darin auch die Kosten und der Zeitplan.

Der Park soll mitreißen, überraschen, begeistern, aber auch weiterhin informieren und Bewusstsein schaffen für die aktuellen Themen.

Aus dem Leitbild wurden fünf Handlungsziele abgeleitet, die die Schwerpunkte der Weiterentwicklung bilden:

1. Der Grugapark wird zur Präsentationsplattform für Klimafragen

2. Der Grugapark wird einheitlicher und nachhaltiger gestaltet

3. Der Grugapark entwickelt einen Pflege- und Erhaltungsplan

4. Der Grugapark ist einladend und setzt auf Gastfreundschaft und Service

5. Der Grugapark schenkt Erlebnisvielfalt

Vorne in der Zeitplanung stehen Projekte, die schon länger in der Diskussion sind:

- Lange Schlangen an den Eingängen sollen schon in den nächsten Monaten durch ein neues online-Ticketingsystem reduziert werden, das zu einem Bündel von Digitalisierungsmaßnahmen gehört, die den Park endlich zeitgemäß ausstatten sollen. Preiseerhöhungen sind vorläufig nicht geplant.

- Die Gastronomie soll verbessert werden, wozu noch in diesem Jahr der Bau des Bauernhof Cafés am Nutztiergarten und eine Sanierung des Wassergartens gehört.

Ob die Orangerie renoviert oder doch besser neu gebaut werden soll, wird gerade untersucht (s.u.).

- Der Spielplatz Vogeldelle, die Vogelanlagen oder die Weiterentwicklung des Botanischen Gartens oder des Feutbiotops vor dem Ronald Mc. Donald Hauses stehen beispielsweise mittelfristig auf dem Programm. Der fernöstliche Garten ist weiterhin ehr in etwas weiterer Ferne.Unabhängig davon soll die stockende Renovierung des Spielhauses bald weitergehen.Unabhängig davon soll die stockende Renovierung des Spielhauses bald weitergehen.

- Die Personalprobleme, die sich durch die Sparmaßnahmen der letzten Jahrzehnte verschärft haben und durch den aktuellen Fachkräftemangel sowie die Altersstruktur weiter problematisch sind, sollen durch neue Stellen gemildert werden.

- Das gilt auch für die Schule Natur, die der wichtigste Teil der Bildungskomponenten im Park ist. Durch sie laufen immerhin 40.000 Jungen und Mädchen in 1.300 Veranstaltungen jährlich.

Die Umweltbildung und Themen wie Nachhaltigkeit und Klimawandel werden an vielen Stellen im Park zunehmendes Gewicht bekommen und erlebbar werden.

Vieles ist noch im Detail offen, und die Teilnahme aller erscheint weiterhin wünschenswert.

So kann man sich z.B. fragen, ob das Herz der Bürger so sehr an der Orangerie hängt und welche Funktionen für die Bürger ein Neubau haben könnte. Könnte ein völlig neu planbarer (Holz)Bau nicht mehr als bisher Funktionen übernehmen, die den Bürgern und der Gemeinschaft dienen, wie etwa bezahlbare Gesellschafts- und Veranstaltungsräume, die im Umfeld fehlen? Die IGR jedenfalls sieht hier eine große Chancen und tritt für einen Neubau ein, da ein Glasgebäude immer große klimatische Nachteile aufweist und eine Renovierung vermutlich kaum billiger ist als ein Neubau. Auch das Thema Gesundheit spielt eine immer größere Rolle und könnte hier bedacht werden. Da fällt einem der Blumenhof mit der Grugatherme ein und die Tatsache, dass zwischen beiden das ungenutzte Gelände liegt, das nur eventuell mal fernöstlicher Garten werden soll. Ob man diese drei Elemente nicht mal zusammen betrachten sollte? Eine Öffnung zur Grugatrasse bietet sich ebenso an. Ob der Weg der Grugabahn hier optimal ist?......

Hoffentlich werden hier möglichst viele Potentiale gehoben.

Perspektive ist nicht nur der 100jährige Geburtstag 2029, sondern auch die Beteiligung an der IGA 2027, was auch Fördertöpfe öffnet.

Insgesamt ein sehr erfreulicher Prozess, der OB Thomas Kufen sehr am Herzen liegt, wie auch neulich bei der Wiedereröffnung des Tropenhauses nach umfassender, aufwändiger Sanierung deutlich wurde, die er wesentlich angestoßen hat. Schließlich ist die Parkentwicklung ein kontinuierlicher Prozess, der schon die ganze Zeit mit mehreren Parkentwicklungskonzepten vor sich geht. Das erste Parkentwicklungskonzept mit einem Planungshorizont von 10 Jahren wurde 2001 beschlossen.

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