RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Historischer Bauernhof im Grugapark

Der Aufbau eines historischen Bauernhofes ist schon seit 2012 Teil des Parkentwicklungskonzeptes von 2001 fortgeschrieben. Wie u.a. auch der Fernöstliche Garten, der am Grugaturm dem verloren gegangenen japanischen Garten nachfolgen soll, gehört er zu den Wünschen, die u.a. in der Grugakonferenz von Initiativen und Bürgern entwickelt wurden, aber mit städtischen Mitteln nicht umgesetzt werden können. Seitdem bemühen sich der zuständige „Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz, Grün und Gruga“, der Grugapark und der eigens zum Spendensammeln gegründete Stiftungsverein Grugapark um die notwendigen Spenden. Parallel wurde ein altes Fachwerk-Bauernhofgebäude im Ruhrmuseum eingelagert.

Nun konnte der Ausschuss in seiner Februarsitzung Erfolge vermelden. Es ist gelungen die Finanzierung eines ersten, wesentlichen Teiles des Bauernhofes von 175.000€ sicherzustellen, so dass die Arbeiten in diesem Jahr beginnen können. Spendern, wie der GEWO Wohnbau, sei Dank.

Am Eingang Grugabad gibt es ja bereits einen Kleintiergarten mit Ziegen etc. sowie einen Ponyhof. Wie die Zeichnung zeigt, soll dazwischen ein Stallgebäude unter Verwendung des alten Fachwerkes entstehen, in dem man schützenswerte Haustierrassen halten wird. Es sollen eine Schweinerasse, sowie Schafe, Ziegen und Geflügel gezeigt werden, die vom Aussterben bedroht sind. Beispiele hierfür sind das bunte Bentheimer Schwein, das Coburger Fuchsschaf, die braune Harzer Ziege, das deutsche Lachshuhn und die Pommernente. Eine Nachzucht der Tiere und eine Vernetzung mit vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland sind vorgesehen.

So können insbesondere Kinder der ursprünglichen Nutztierhaltung und geschichtlichen Entwicklung der Region näher gebracht werden, was in die umfangreichen Schulungsaktivitäten der „Schule Natur“, eingebunden werden soll. Dieses schulbiologischen Zentrum unterrichtet immerhin rund 45000 Kinder und Jugendliche pro Jahr. Gleichzeitig besteht großes Interesse an der Nutzung des Tierangebots zu therapeutischen Zwecken.

Man kommt damit - nach dem Wegfall der umstrittenen Greifvogelhaltung - dem Wunsch vieler Besucher nach, die Tierhaltung im Grugapark auszubauen, attraktiver und informativer zu gestalten.

In einer zweiten Stufe soll zur Vervollständigung des Bauerhof-Ensembles möglichst 2018 ein „Bauernhof-Café“ gegenüber den jetzigen Kioskcontainern entstehen, die dann wegfallen sollen. Hier ist die Finanzierung der 425.000 € noch nicht vollständig, aber mit dem Franz-Sales-Haus, das die Gastronomie gerne integrativ mit Menschen mit Handicap betreiben würde, ist bereits ein Betreiber gefunden. Angedacht sind die Verarbeitung und der Verkauf von Produkten des hauseigenen Biolandbetriebs „Klosterberghof“. Man hofft auch hier u.a. auf Mittel des LVR.

Allen, die sich mühevoll um externe Gelder für diese Projekte bemühen und natürlich jenen, die Spenden beitragen, sei sehr gedankt, denn Haushaltsmittel sind hierfür kaum vorhanden. Es ist immer wieder beeindruckend und ein gutes Zeichen für unsere Gesellschaft, dass die Investitionen im Grugapark zum weit überwiegenden Teil mit Spenden realisiert werden. Da dies keine Pflichtaufgaben sind, wäre es der Stadt unter angesichts der Haushaltslage auch nicht erlaubt diese zu finanzieren.

Wer immer helfen kann, Spenden zu gewinnen, möge dies bitte tun. Ob für das Café oder den Fernöstlichen Garten, für den die Sparkassen bereits einen Gestaltungswettbewerb finanziert hat.

Und auch im Kleinen konnte man ja in den letzten Jahren dem Park Gutes tun. So wurden viele gespendete Sitzbänke aufgestellt und über Krankenkassen und Gesundheitsfirmen der Gesundheitspfand mit 5 Stationen errichtet.

So ist unser Central Park, der seit der BUGA 1968 den Aspekt der Bewegung und Gesundheit als besonderes Thema hat, ein wahrer Bürgerpark.

Auschussvorlage...,  WAZ..., WAZplus... 


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