RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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IGR-Kultur-Talk

Im Rahmen der 3. Rüttenscheider Kunstmeile rüart hat die IG Rüttenscheid zusammen mit dem Forum für Kunst und Architektur in diesem Jahr erstmals eine Podiumsdiskussion zum Thema "Kunststadt Essen – Was ist? – Was wird? – Was bleibt?" veranstaltet, die von Besuchern und Veranstaltern als großer Erfolg angesehen wurde, so dass gleich Vorschläge nach einer regelmäßigen Wiederholung laut wurden.

Im KaBü diskutierten am 24.4. unter der Moderation von Prof. Dr. Oliver Scheytt (Ehem. Kulturdezernent der Stadt Essen, GF Ruhr.2010 – Kulturhauptstadt Essen, GF Fa. Kulturexperten) Gabor Doleviczenyi (Dipl.-Designer, Künstler, GF Fa. Zinnober), Klaus Kiefer (Galerist in Rüttenscheid), Dr. Hans-Jürgen Lechtreck (Stellv. Direktor Museum Folkwang), Bianca Wickinghoff (Grafikerin, Künstlerin, Galeristin).
Die lebhafte Diskussion fand in voll besetztem Haus großen Anklang und war bestimmt von den Gegensätzen, die sich auch schon auf dem Podium widerspiegelten. Große Einrichtungen vs. Freie Szene, kommerzieller Erfolg vs. Idealismus, Identitätssuche vs. Marketing.

Einig war man sich, dass der Begriff Kunststadt unberechtigt ist und Essen sich nicht in Konkurrenz zu Düsseldorf begeben sollte. Der Begriff Folkwang-Stadt fand da schon größeren Anklang.
Nachdem die verschiedenen Situationen, in denen sich die Akteure befinden, verdeutlicht wurden, war ein gemeinsamer Nenner die Klage, dass weder die Essener, noch das überregionale Publikum hinreichend über das enorme Angebot in Essen und dem Ruhrgebiet informiert werden. Eine zentrale, koordinierende Marketing-Institution scheint hier zu fehlen. Das Beispiel, das Hannes Schmitz seit Jahren vorbringt, dass nicht einmal im Aalto-Theater ein Plakat über die Philharmonie oder das Museum Folkwang hinge und umgekehrt, ist beispielhaft dafür.

Die Besucher blieben noch lange in Gesprächen vertieft und so manche Verbindung wurde geknüpft. Das Kabü ist für derartige Vernetzung der richtige Ort und Igor Albanese mit seinen vielfältigen Musikaktivitäten brachte sich hier auch gleich ein.
Die IGR setzt dieses Format gerne fort und bot an, Plattform für weitere Projekte zu sein.

WAZ...


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