RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

Details

Neubau an der Manfredstraße

Nun sind auch die Planungen für das Grundstück an der Manfredstraße heraus, das gegenüber dem Bauvorhaben von vivawest auf dem alten Gelände der Spedition Paas bebaut werden soll. Es war im Bebauungsplan enthalten und sollte eigentlich schon 2003 Teil des Bauvorhabens „Wohnen am Altenhof“ von Thyssen Krupp Immobilien sein.

Unter dem Titel "Belle Epogue" entstehen 14 Eigentumswohnungen zwischen 100 und 177 m², obwohl hier ursprünglich eine gewerbliche Nutzung, möglichst mit Medizinbezug, angedacht war, was die in vielfacher Weise günstige Mischstruktur Rüttenscheids erhalten und besser zum Standort an Autobahn und Feuerwehr gepasst hätte.

Der Bau hat begonnen.

WAZ...  Hirschmann...

Natürlich werden jetzt wieder reflexhaft in den Kommentaren die immer gleichen Kritikpunkte angeführt, obwohl sie natürlich mittlerweile alle bekannt sind. Und durchaus nachvollziehbar. Dabei soll hier nur über einen Sachverhalt berichtet werden. Die Diskussion der verständlichen Kritikpunkte geht meist über das einzelne Bauvorhaben hinaus und erfolgt an vielen besser geeigneten Stellen und insbesondere im politischen Diskurs sowie der Bürgerbeteiligung.

Einige der Kritikpunkte vorweggenommen: Zu hohe Verdichtung des Stadtteils, Erzeugung von klimatischen Problemen, zu wenig soziale Infrastruktur, wie Kitas, Schulen etc, Verkehrsüberlastung, Grünverlust, zu wenig Bürgerbeteiligung, kein Bedarf, kein Gesamtkonzept, schlechte Architektur…

Zu jedem dieser Punkte gibt es natürlich auch Gegenargumente. Die meisten davon müssen im Genehmigungs- und Bürgerbeteiligungsverfahren die Kritik widerlegen, so z.B. in Umwelt- und oft Klimagutachten, Verkehrsgutachten, Bedarfsanalyse etc.. Aber Fachgutachten überzeugen die Kritiker meist nicht, weil sie sie für einseitig halten. Aber wie soll man es machen, zumal die Bauherren Rechte haben und die Gesetze, auf denen sie beruhen, auch berechtigte Ziel verfolgen, die demokratisch beschlossen wurden? So soll Wohnraum geschaffen werden, nicht nur, weil es mehr Menschen werden, sondern weil sie immer mehr Fläche pro Kopf fordern und in immer kleiner Familien oder allein leben. Der Bestand soll moderner und energieeffizienter werden. Die Nutzung von Naturflächen z.B. am Stadtrand soll durch "Nachverdichtung" vermieden werden. Es soll "geförderten Wohnungsbau" geben, was aber de facto nur durch Neubauten geht. Usw. usw. Politik hat zudem in den meisten Fällen kaum Einflussmöglichkeiten. Außerdem wird auch Kritik geübt, wenn nicht gebaut wird.

So wird es auch weiterhin beim Widerstreit der Ziele bleiben. Instrumente dafür gibt es.


Zurück