RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Neujahrsempfang 2019 der IGR

Zum Neujahrsempfang 2019 begrüßte die IGR über 200 Gäste aus Politik, Stadtgesellschaft und natürlich dem Kreis der Mitglieder. (Fotos Gerd Lorenzen)

Der IGR-Vorsitzende Rolf Krane zog eine positive Bilanz des Jahres 2018 hinsichtlich der Arbeit der IGR und der Qualitäten Rüttenscheids. 
Es ist gelungen die traditionellen Veranstaltungen trotz großen Aufwands durchzuführen. Für die IGR ist das über das Jahr hinweg nach dem Neujahrsempfang die Tour de Rü Oldtimerausfahrt, die Aufstellung der Blumensäulen, die Kunstmeile, das Rü-Fest, die Winterbeleuchtung, die Nikolausaktionen und Weihnachtsdeko, der Wintermarkt, 5-6 öffentliche Stammtische uvam.. Wir unterstützen Veranstaltungen wie Dukes of Downtown, Emma trifft Hedwig, Rü… Genuss pur, den Firmenlauf, die aber mittlerweile natürlich keine Hilfe brauchen. Ferner kann sich Rüttenscheid über die Veranstaltungen im Grugapark, wie das Parkfest, das Kinderfest, Essen erntet und in diesem Jahr 90 Jahre Grugapark freuen. Das Sommerfest, das Kunstbaden, das sich in 2018 gut entwickelt und verstetigt hat, uvam. beleben den Stadtteil und das gleichmäßig verteilt, so dass kein Standort mehr als zweimal betroffen ist.

Neu im Jahr 2018 war die Erweiterung des mittlerweile seit zwei Jahren bestehenden Marktsingens um einen monatlichen Marktrundgang mit Ernährungsberatung und den Liederspaziergang im Grugapark. Neu war auch das Hopfenfest, das Public Viewing der Darts WM oder der Weihnachtsbaumweitwurf.

Der Grugapark hat seinen historischen Bauernhof erhalten. Auf der Rü kam Co-Working mit fünf, teils großen Standorten schwer in Mode und 50 neue Parkplätze am Arosa blieben erstaunlicherweise ungenutzt.

Neu in der Arbeit der IGR war 2018 der Rüttenscheider Gutschein Rüttenschein, der weiter entwickelt werden wird, das Kompendium der Kreativen in Rüttenscheid "Kreativ in Rüttenscheid", das sich leider bis in dieses Jahr verzögert hat, der Rüttenscheider Honig, das Internet-TV-Format Rüttenschau, das sich großer Zuschauerzahlen erfreut, die Beseitigung der alten Papierkörbe auf der Rü oder der Saubermann, der sonntags morgens die wenigen Verschmutzungsstellen auf der Rü im Auftrag der IGR reinigt.

Die Zukunft der Verkaufsoffenen Sonntage ist weiter sehr unsicher und damit die Novelle des Ladenöffnungsgesetztes gescheitert. Die langen Freitage werden wohl fortgesetzt, sind aber nur ein schwacher Ersatz.

In 2018 wurde nach fast 30 Jahren endlich die von der Bezirksregierung geforderte Abwasserleitung Richtung Walpurgistal fertiggestellt, so dass die Bauvorhaben, die sich seit fast 7 Jahren aufgestaut haben, jetzt mit über 1000 Wohnungen wie ein Bauboom über Rüttenscheid kommen. Ein künstlicher Effekt, der die Bürger besorgt, dem aber nicht viel mehr folgen wird, weil weiter Flächen fehlen. Leider auch für die Schulen und Kitas, die dringend benötigt werden. Auf Rüttenscheid.de werden alle 50 Bauvorhaben der letzten 10 Jahre vorgestellt.

In seiner Rede plädierte Rolf Krane dafür, die eigentlich gut funktionierenden gesellschaftlichen und politischen Prozesse der Diskussion nicht zu dramatisieren und damit zu diskreditieren. Es ist ganz normal, dass bei einer Idee, wie z.B. der Frage, ob man die Feuerwehr verlegen oder wo man eine dringend benötigte Schule bauen kann, verschiedene Meinungen von vielen verschiedenen Gruppen geäußert werden. Das muss man nicht gleich einen großen Streit nennen. Eigentlich ist es ein normaler demokratischer Diskurs über den man sich freuen sollte, zumal die Entscheidungsträger, z.B. in Politik und Verwaltung, diese berücksichtigen und daraus Schlüsse ziehen, wie es immer wieder geschieht. Auch die berechtigte Klage der Bürger wegen zu wenig Information und Beteiligung hat in Diskussionen zu einem Umdenken der Politik geführt, und es wurden neue Formate der Beteiligung angeboten, die auch bald genutzt werden. Auch die in 2018 durchgeführte Workshop-Reihe zur Zukunft des Grugabades ist ein Beispiel dafür und hat sehr viel bewirkt: Eine Stärkung des Bewusstseins aller für das Bad, viele Ideen, die verwaltungsseitig jetzt in einer weiteren Untersuchung weiterverfolgt werden und auf der Bürgerseite eine Verstetigung des Engagement durch den Verein Grugabadfreunde, den die IGR gern unterstützt und der in 2018 viele Aktionen durchgeführt hat.

In zunehmen rauer werdenden Zeiten einer Trumpisierung ist es wichtig die Mechanismen des Diskurses und der Beteiligung den Bürgern näher zu bringen und sich zu engagieren, was die IGR zur Zeit auch im Rahmen eines geplanten Bürgerforums tut.

Rüttenscheid geht es im Vergleich sehr gut. Viele harte Indikatoren (Nachfrage, Leerstandsquote, Investitionen, Statistiken, wissenschaftliche Untersuchungen, Image….) und auch die Ergebnisse der jüngsten WAZ-Umfrage, bei der Rüttenscheid als einer der Stadtteile ermittelt wurde, in dem die Bürger am liebsten leben, zeigen, dass der Stadtteil trotz mancher Probleme, um die wir uns weiter kümmern, sehr attraktiv ist für Bewohner und Gäste. Das ist nicht selbstverständlich, betrachtet man andere Städte und Viertel oder auch die Randbedingungen, wie den zunehmenden Online-Handel. Ein komplexes System, wie Rüttenscheid, ist aber auch sehr fragil und kann leicht kippen. Daher verbieten sich äußere Eingriffe und Experimente, wie sie gern an der Rü diskutiert werden. Man riskiert den letzten florierenden Standort Inhaber-geführten Einzelhandels in Essen und der Region.

Die IGR und viele andere werden sich weiter um Rüttenscheid bemühen und hoffen auf mehr Engagement.

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