RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

Details

Rüttenscheid führt Pfandbechersystem ein

Müllvermeidung und Sauberkeit des öffentlichen Raumes ist ein wichtiges Thema, um das sich seit jeher die Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) kümmert. Auch die Politik sieht das so. So hat Oberbürgermeister Thomas Kufen erst kürzlich ein 10-Punkteprogramm zur Verbesserung der Sauberkeit auf den Straßen auf den Weg gebracht, und im Umweltausschuss haben CDU und SPD einen Antrag eingebracht, Pfandbecher zu fördern, weil sie zu einem zunehmenden Müllaufkommen führen. Durch ihr Volumen füllen sie auch schnell jeden Papierkorb am Wegesrand.

Schon oft haben wir als Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) im Rahmen unserer Arbeit für den Stadtteil überlegt ein Pfandbechersystem einzuführen - allerdings ist das auch ein logistischer Aufwand. 
Rüttenscheid mit ca. 40 Cafés bietet sich an, denn, auch wenn nicht alle einen Kaffee to go anbieten, so ist doch diese zunehmende Zeiterscheinung auf der Rü sehr häufig. Viele Menschen wollen auch gar nicht unnötigen Müll erzeugen. Ihnen sollte man es leicht machen, etwas für die Umwelt und für die Sauberkeit des Stadtteils tun.

Ein Studentenprojekt der Uni Duisburg Essen anlässlich des Jahres der Grünen Hauptstadt Europas und das Angebot eines erfahrenen Systemanbieters haben jetzt Bedingungen geschaffen, die es möglich erscheinen lassen, ein solches System nachhaltig einzuführen. Das wollen wir gerade zur Grünen Hauptstadt nutzen und einen weiteren Beitrag dazu leisten. Auch die Essener Entsorgungsbetriebe konnten gewonnen werden und unterstützen das Projekt. Sie weisen damit auf eines der bestehenden Umweltprobleme hin, unterstützen einen konkreten Lösungsansatz und helfen mit, das Umweltbewusstsein zu verbreiten.

Die Firma CupforCup bietet ein bewährtes System mit spülmaschinenfesten Bechern an und organisiert auch die Versorgung der Cafés. An einem Aufkleber an der Tür der Cafés und einem Aufsteller auf der Theke erkennt der Kunde, dass er hier für ein Pfand von einem Euro einen Mehrwegbecher bekommt und auch wieder abgeben kann. Man kann also einen Kaffee to go im Pfandbecher an einer Stelle kaufen, einen Spaziergang über die Rü machen und diesen an anderer Stelle wieder abgeben. 
Über Rüttenscheid hinaus ist eine Ausweitung in Essen möglich und angestrebt. Das Studierendenwerk hat sich mittlerweile angeschlossen, was für Studenten sehr praktisch ist, und in der Liste der Teilnehmer sind auch die ersten Cafés aus Essen-Süd.

Damit auch möglichst viele Cafés mitmachen, gibt die IGR die ersten 500 Becher dazu und sorgt für Bedingungen, die es jedem Café erlauben, ohne große Schwellen es einmal damit zu probieren. Immerhin verspricht der Anbieter auch eine höhere Wirtschaftlichkeit für den Betreiber. Im Einzelfall muss aber auch sichergestellt sein, dass die Abläufe im Geschäft nicht behindert werden. 
Wir werden uns weiter um eine zunehmende Zahl von Teilnehmern bemühen und sind sehr zuversichtlich.
Die IGR sieht das als Anschubfinanzierung einer Demonstrations- und Testphase an und hofft auf einen großen, nachhaltigen Erfolg. Dazu ist es natürlich auch erforderlich, dass möglichst viele Kunden mitmachen. 
An Ideen und Rückmeldungen sind wir immer interessiert.

Bilder vom Startschuß im Café Coffe Pirates von Reinhard Pietrass und Rolf Krane
mit Franziskus von Boeselager, CUPFORCUP, Uwe Unterseher-Herold, Geschäftsführer der Entsorgungsbetriebe Essen, Dr. Rolf Krane Vorsitzender der Interessengemeinschaft Rüttenscheid, Lisa Prepens, Studentin, Estelle Fritz, Uni Duisburg Essen

Weitere Bilder...

www.cupforcup.de
www.ebe-essen.de/bunte-mehrwegbecher-statt-wegwerf-pappe 
www.uni-due.de/greencaptial

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ruhr/video-mehrwegbecher-system-startet-in-essen--100.html 

Bisher teilnehmende Cafés:
Lindenquartier – Klarastraße 44
Bäcker Peter – 3 Filialen (u.a. Rü 68, Klarastraße 77/79)
Backbord – Rü 119
Café Glanzstück – Rü 143
Bäckerei Troll – Rü 204
Coffee Pirates Kaffeerösterei – Rü 218
Sorelli`s – Rü 229

Café Kucabi – Moltkestraße 1
Sorelli’s – Brückstraße 7 (Werden)

Studierendenwerk der Uni Duisburg-Essen:
Café Rosso - Gladbecker Straße (Gebäude R12)
Café Giallo - Segerothstraße 10 (Gebäude T01)


Zurück