RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Was passiert auf P2?

Zu einer Diskussionsveranstaltung hatte die Interessensgemeinschaft Rüttenscheid (IGR) ihre Mitglieder am Montag eingeladen, um über das Bauvorhaben an der Rüttenscheider Brücke zu informieren und zu diskutieren. Der Stand der Dinge wurde vorgestellt, die Interessen des Stadtteils erwogen und vor allem abgeschätzt, was angesichts der Rechtslage realisierbar ist. Vieles ist schon erreicht, und die Bemühungen der IGR gehen weiter.

Das interessierte und engagierte Publikum fand sich auf dem Dach des RüKontor mit Blick auf den Ort des Geschehens ein. Referent Dr. Rolf Krane, 1. Vorsitzender der IGR, leitete mit der Geschichte der Fläche ein, die früher der alte Güterbahnhof war. Der Wegfall von Großdruckerei, Schwerindustrie und Zeche stellte einen enormen Strukturwandel dar, der bis heute mit diversen Bauvorhaben auf P2 und im Umfeld andauert.

Schon vor 20 Jahren hat die IGR Vorschläge vorgelegt, einen Deckel über die Fläche zu legen, um darunter Parkraum zu schaffen und darauf eine bessere fußläufige Anbindung an Gruga und Messe zu erreichen; vor allem aber, um zwischen Girardethaus und RUE119 einen Platz zu schaffen, der städtebaulich von hohem Wert wäre. Projekte aus diversen Bürgerworkshops oder auch der Gesundheitscampus wurden auf P2 schon geplant, aber nicht realisiert.

Jetzt geht es um die Bebauung mit Wohn- und Gewerbegebäuden entlang der Wittekindstraße, und wieder ist der Deckel als Erweiterung der Rüttenscheider Brücke der Gewinn, den Rüttenscheid daraus ziehen könnte. Das, was für die Änderung des Bebauungsplanes gegenwärtig vorliegt, wurde vorgestellt und kritisch beleuchtet, denn in 8 Themenbereichen gibt es Sorgen der Bürger, die auch von den Politiker in der Bezirksvertretung geteilt und im Rahmen des Verfahrens untersucht werden sollen.

Die IGR sieht ihre Aufgabe vor allem in der Information und Versachlichung der Diskussion, denn zu viele Emotionen werden geschürt, nur um Parteipolitik zu machen, ohne dass realisierbare Optionen damit verbunden wären.

Nachdem die Stadt in den 90er Jahren den grundlegenden Fehler gemacht hat, die Fläche nicht von der Bahn zu kaufen – was dann, vereinfacht gesagt, Hopf gemacht hat – gibt es entsprechend der Verträge wohl kaum noch Möglichkeiten eine Bebauung zu verhindern. Statt sich zu wünschen, was nicht geht, wollen wir lieber für den Stadtteil herausholen was geht, meint Krane und verweist auf viele Erfolge, die das bürgerschaftlich, demokratische Engagement insgesamt schon jetzt bewirkt hat. Von einen Riesen-Supermarkt ist nicht mehr die Rede, die Etagen sind offenbar schon reduziert, für die Anbindung an die Rü hat die IGR die ursprüngliche Idee der alten GRUGATE-Rampe vorgeschlagen und der Radweg findet große Aufmerksamkeit bei den Planern. Die Bemühungen zur Adaption des Projektes gehen weiter. Von einer Detailgestaltung ist man ohnehin noch weit entfernt und am Anfang eines administrativen Prozesses, der 2 Jahre dauern kann (B-Plan + Baugenehmigung). Hier ist die Mitwirkung aller gefordert, wie es auch das Bürgerforum anstrebt.

Alle Details finden sich seit April 2018 auf den Seiten der IGR unter www.ruettenscheid.de/ruettenscheiderbrücke !!!
Da veränderte Entwürfe anstehen, werden diese (vermutlich in den nächsten 10 Tagen) umgehend dort nachgetragen und kommentiert.

Die IGR wird mit ihren Forderungen nach einem großen, öffentlichen Platz, einer guten Anbindung der Radtrasse, moderaten Baumaßen, verkehrlichen Optimierungen, der Maximierung des Grüns u.v.a.m. auch weiterhin auf die Akteure einwirken und fand breite Zustimmung bei den anwesenden ca. 40 Teilnehmern. Zwei neue Mitglieder aus der Bürgerschaft konnten auch begrüßt werden. Sie stehen für den stetigen Zustrom an Mitglieder, den die IGR verzeichnet.

Wir danken Koschany+Zimmer Architekten KZA für die Zurverfügungstellung der tollen Räume!

Weiter Informationsveranstaltungen sind geplant und Ideen willkommen. Damit verstärkt die IGR neben Stammtischen und Firmenbesuchen ihr Angebot und will mehr Raum für Information und Diskussion über aktuelle Themen bieten.
Übrigens bietet www.ruettenscheid.de/bauvorhaben seit ca. drei Jahren einen Überblick über alle rund 50 Bauvorhaben in Rüttenscheid der letzten ca. 10 Jahre. Das wird ständig aktualisiert.


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