RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

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Was wird aus der Trafostation an der Martinstraße?

An der Martinstr., Ecke Alfredstr. steht eine riesige Umspannanlage von Westnetz, die durch ihre künstlerische Gestaltung von Gabor Doleviczenyi auffällt. Entlang der Martinstr. gibt es kleinere, alte Gebäudeteile, die nicht mehr genutzt werden. Jahrelang hat das Museum Soul of Africa mit Unterstützung u.a. der IGR versucht hierhin umzuziehen, da ein Verbleib am alten Standort dauerhaft nicht möglich ist, aber u.a. wegen der für die Fördertöpfe zu hohen Kosten für die bauliche Rehabilitation ist das Vorhaben leider kürzlich gescheitert, so dass die Zukunft des Museums ungewiss ist. WAZ...

Gleichzeitig hatte die IGR signalisiert, dass für den Fall des Scheiterns andere Optionen unbedingt versucht werden sollten, denn es dürfte das letzte Objekt sein, das für ein Kulturzentrum oder wenigstens Ausstellungs- und Probenräume in Rüttenscheid verfügbar ist. Westnetz und innogy waren dafür offen, die lokale CDU hat mitgemacht, aber auch dann wären erhebliche Kosten zu tragen. Außerdem konnte bisher keine langfristige Trägerstruktur gefunden werden. "Jemand müsste mal..." hört man aber öfter.
Gering ist die Hoffnung, dass wenigstens das linke Eingangsgebäude erhalten werden kann. Provisorische Veranstaltungen hat es in allen Räumen ja schon gegeben, aber hier ist die Rede von Bausanierung, Wärmedämmung, Heizung, Sanitäranlagen u.v.a.m.

So blicken wir traurig auf diese Chance und nehmen zur Kenntnis, dass Westnetz jetzt einen Abriss in den nächsten Monaten plant. Der gute Wille war da, aber man kann verstehen, dass es nach so vielen Jahren eine Entscheidung geben muss. Eine normale Bebauung wird nicht in Betracht gezogen, denn hier verlaufen viele wichtige, große Kabel im Untergrund.

Vorschlag:
So hat die IGR schon vor Jahren weitere Vorschläge gemacht, die geprüft werden: An diesem Verkehrsknotenpunkt, an dem sich mehrere Bus- und U-Bahn-Linien kreuzen, wäre ein Parkhaus mit großer Fahrradgarage, Car- und Bikesharing, Ladestationen für Elektroautos, einschließlich Hochleistungssäulen und für E-Bikes im Erdgeschoss und normalem Parken in Obergeschossen ideal. Ohne Verlust von öffentlicher Fläche würde eine umfassende weitere Mobilstation entstehen, deren Platzierung deutlich sinnvoller wäre, als bei der letzten an der Flora.
Der Bau einer Stahl- oder Fertigteilkonstruktion ist zudem nicht aufwändig. Vielleicht kann man sogar Teile des bestehenden massiven Fundamentes nutzen. Strom ist auch genug da;-)

Für innogy würde die Förderung der Elektromobilität und jener Verkehrsträger, die Alternativen zum eigenen PKW bieten, genau ins Konzept passen.

Für Rüttenscheid wäre es eine wichtige Unterstützung. Anwohner, Handel und Dienstleistung würden gefördert - jedenfalls, wenn die Nutzungspreise stimmen. Es würde die Veränderung der Mobilität fördern, ohne erneut ein Gegeneinander der Verkehrsträger zu provozieren.


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