RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

Rüttenscheider Honig

Rüttenscheider Honig

Die IGR gibt seit Oktober 2018 einen eigenen Rüttenscheider Honig heraus. Seit 16.10.18 ist er im Handel.
Nach allen Regeln der Kunst wird er vom Rüttenscheider Christian Smarzlik hergestellt, der ausgebildeter Hobby-Imker ist und eine Tradition fortsetzt, die schon sein Großvater an fast gleicher Stelle praktiziert hat.

Rüttenscheid ist grün. Nicht nur in den Straßen und den vielen Gärten, sondern auch in den Parks, wie dem Grugapark, aber auch dem mitten im Trubel liegenden Christinenpark u.v.a. findet man viele Pflanzen, Ruhe und Freizeitwert. Und auch das Imkern ist mittlerweile durchaus verbreitet. Drei weitere Hobby-Imker in Rüttenscheid sind uns bekannt. Außerdem liegt die Zentrale Einrichtung der Imker, das "Haus der Bienen", im Grugapark in welchem die Essener Kreisimkerschaft Informationen für Laien und Imker bereit hält.

"Unsere" Bienenvölker sind in den Schrebergärten nahe der alten PH beheimatet. Da die Bienen in einem Radius von über 3km sammeln, kommt der Honig zu einem Großteil aus dem Grugapark und dem Walpurgistal.

Im Jahr 2018 war der Frühling früh und warm, und so haben wir auch relativ früh über den Honig berichtet. Siehe WAZ...  Aber die Natur macht was sie will und Honig ist nun einmal ein Naturprodukt. Nach dem Schleudern der sog. Frühtracht wartete Christian Smarzlik auf die Kristallisation während der man für eine gute Qualität ständig rührt, um ein feines Kristall und cremige Konsistenz zu erzielen.... und es kristallisierte einfach nicht.

Die Gründe können in der Art der angeflogenen Blüten liegen. Die Bienen bleiben bei einer Sorte, so dass die ungemischten Honige weitgehend sortenrein sind. Man kann die Blütenart auch genetisch bestimmen, aber das haben wir uns gespart. Obwohl: Wenn es ein Kirschblütenhonig wäre, wäre das schon schön. Zu verschiedenen Jahreszeiten gibt es natürlich verschiedene Blüten und damit auch Geschmacksrichtungen.
Ein anderer Grund für das späte Kristallisieren ist die hohe Temperatur die den ganzen Sommer über herrschte.
Bei Honigen, die immer flüssig sind, erzielt man das übrigens durch Zusätze und das kommt für uns natürlich nicht infrage. Es werden keine Zusätze oder Chemikalien verwendet, nicht erhitzt und auch sonst auf Qualität geachtet. 

Jetzt ist der Honig da und in einigen Geschäften auf der Rü zu haben: Breckis (Rü 173), Mayersche Buchhandlung (Rü 84), vomFass (Emmastr. 1), Weinpalette (Girardetstr. 10), Hutmanufactur Strelow (Hedwigstr. 4), Wohngemeinschaft (Hedwigstr. 7) und bald Emma2.

Ein schönes Geschenk mit dem man die Verbundenheit mit dem Viertel zeigen kann.

Von der Frühtracht haben wir 150 Gläser á 250g, die für 5,95€ verkauft werden. 

Wer sich für das Imkern interessiert, findet im relativ neuen "Haus der Bienen" im Grugapark (früher Bienenlehrstand) viele Informationen.

Die Bienen spielen eine wichtige Rolle im Gefüge der Natur und erbringen eine auch für den Menschen wichtige Bestäubungsleistung, ohne die viele Früchte nicht oder deutlich weniger geerntet werden könnten. Manche sagen, es sei nach Rind und Schwein das wichtigste Nutztier.

Die Völker überwintern in einer Stärke von ca. 5000 Tieren und wachsen im Sommer auf 40-50.000 an. Die Ernte ist von vielen Faktoren abhängig und lag bei zwei Völkern um die 50 kg. Die Bienen fliegen über 3km weit und legen für 500g rund die vierfache Strecke um die Erde zurück.

In unserem Fall werden im Bienenstock Trenngitter verwendet, die dafür sorgen, dass die Larven nicht mit geschleudert werden, wie es oft und vor allem bei den Bio-zertifizierten Herstellern gemacht wird. Für den Kunden ist das ehr eine unschöne Vorstellung.

Wenn Sie also auch das ständige Summen im Garten gehört haben, dann waren das vielleicht einige unserer 100.000 Bienen, die für unseren Rüttenscheider Honig gesammelt haben.

Weitere Links: 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft informiert... 

Mit Bienenfreundlichen Pflanzen im Garten kann man den Bienen helfen.

Bienen als Bestäuber

Zahlen, die zählen –
Bestäubungsleistung im Überblick

  • Rund 80 % der 2.000 – 3.000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäuber angewiesen.
  • Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung übersteigt den Wert der Honigproduktion um das 10- bis 15-fache. Dies sind rund 2 Milliarden Euro jährlich in Deutschland und 70 Milliarden US-Dollar weltweit.
  • Damit sind Bienen eine der 3 wichtigsten Nutztiere neben Rind und Schwein.
  • Auch Obst und Gemüse profitieren deutlich, denn Erträge und Qualitätsmerkmale wie Gewicht, Gestalt, Zucker-Säure-Gehalt, Keimkraft, Fruchtbarkeit und Lagerfähigkeit werden deutlich gesteigert.

Bäume:

Obstbäume, Weide, Kastanie, Robinie, Linde, Ahorn, Eberesche, Kornelkirsche, Traubenkirsche, Trompetenbaum

 

 

Sträucher:

Liguster, Roseneibisch, Felsenmispel, Schneebeere, Rosen (ungefüllt), Fingerstrauch, Kletterhortensie, Falscher Jasmin, Schneeheide, Schlehe, Weißdorn, Stechpalme, Berberitze, alle Beerensträucher

 

 

Kletterpflanzen:

Wilder Wein, Clematis, Efeu

 

 

Stauden und Zwiebel-
gewächse:

Schneeglöckchen, Krokus, Leberblümchen, Gänsekresse, Lungenkraut, Silberwurz, Steinkraut, Vergiss­meinnicht, Maiglöckchen, Goldnessel, Fette Henne, Zier­mohn, Kugeldistel, Sonnenhut, Lavendel, Beinwell

 

 

Kräuter:

Thymian, Ysop, Schnittlauch, Salbei, Weinraute, Zitronenmelisse, Bärlauch

 

 

Blumen:

Reseda, Cosmea, Malve, Katzenminze, Gamander, Phacelia, Tagetes, Kornblume, Sommerazalee, Sonnenblume, Senf, Aster, ungefüllte Dahlie, Herbstanemone, Goldrute


Weitere Informationen auf:

 

Echter Deutscher Honig

Auf den Inhalt kommt es an

Schon der griechische Arzt Hippokrates verordnete Honig bei vielen Krankheiten. Heute gibt ihm die moderne Wissenschaft Recht: mehr als 180 verschiedene Inhaltsstoffe vereint Echter Deutscher Honig in sich.


Vitamine ...
... sind die kleinen Helfer mit der großen Wirkung: Vitamin B1 verbessert die Zuckerverwertung; das bekannte Vitamin C hilft, die Eisenausnutzung zu optimieren.


Mineralstoffe ...
... wie zum Beispiel Kalium und Magnesium steuern die Muskel- und Nervenfunktionen. Für den Stoffwechsel sind sie unentbehrlich.


Kohlenhydrate ...
... finden sich in Honig mannigfach. Vor allem der Traubenzucker ist wertvoll, weil er verbrauchte Energiereserven sofort wieder auffüllt.


Enzyme ...
... wandeln den Zucker im Honig um und produzieren antibakterielle Stoffe. An dem alten Hausmittel „heiße Milch mit Honig" ist also durchaus etwas dran.


Aminosäuren ...
... sind unverzichtbar für ein reibungsloses Stoffwechselsystem.


Säuren und Pollen ...
... wirken appetitanregend und verdauungsfördernd - da fühlt sich der Mensch gleich wohler.


Aromastoffe ...
... stimulieren das Immunsystem. Die ätherischen Öle wirken angenehm auf die Atemwege.
 

Bienenprodukte

Wertvolles aus der Natur - 

vom Menschen geschätzt und begehrt

Wie kein anderes Tier ist die Honigbiene seit Jahrtausenden mit dem Leben und Denken der Menschen eng verknüpft. Kaum ein Lebensbereich, in dem sie und ihre Produkte nicht eine große Rolle spielte und heute noch spielt. So wie die Honigbiene eines der ältesten Nutztiere ist, so gehören die Bienenerzeugnisse zu den ältesten Naturprodukten.

Honig - Produkt emsiger Sammelleidenschaft

Auf dem Flug sammeln die Bienen süßen Nektar aus Blüten und Honigtau. Bis zu 60 mg von diesen Säften kann eine Biene in ihrer Honigblase speichern. Schon unterwegs wird das Gesammelte mit Körpersäften angereichert und dann im Bienenstock wieder und wieder von Zelle zu Zelle umgetragen, dabei mit Spurenstoffen angereichert und gleichzeitig eingedickt, bis der Honig reif ist. Erst dann wird er endgültig eingelagert und mit einem luftundurchlässigen Wachsdeckel verschlossen. Für ein 500 g-Glas Honig müssen die Arbeitsbienen 40.000 mal ausfliegen und dabei zwei bis sieben Millionen Blüten besuchen. Dabei legt das Bienenvolk eine Strecke zurück, die dem dreifachen Erdumfang entspricht.

Bei günstiger Witterung kann das Volk an einem Tag das Sammelgut (Nektar und Honigtau) für mehrere Kilogramm Honig einbringen.

Honigbienen sind nicht nur wichtige Bestäuber und Honigproduzenten. Der Mensch gewinnt neben dem wertvollen Lebensmittel weitere Produkte aus dem Bienenvolk, die seit Jahrtausenden in vielen Lebensbereichen eingesetzt werden.

Dazu zählen:

Propolis - Infektionsschutz und Baustoff

Propolis ist ein alter Name für das Kittharz, mit dem die Bienen ihre Wohnungen gegen natürliche Feinde abdichten. Es wirkt auch als ein natürliches Antibiotikum, das Krankheiten im Bienenvolk verhindert und Keime abtötet. Die Bienen gewinnen es von harzigen Überzügen, insbesondere von Pflanzenknospen verschiedener Baumarten. Propolis wird von alters her in Form von Tinkturen, als Salbe oder Umschlag gegen Entzündungen und zur Wundheilung verwendet.
 

Pollen - beste geballte Kraft und Energie

Sie bilden die Haupteiweißquelle für den Bienennachwuchs und sind reich an Nährstoffen. Blütenpollen enthalten ein Konzentrat aus Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen (A, B1, B2, B6, B12, C, D, E, K), Fermenten, Mineralstoffen (Ca, Mg, Na, P) und Spurenelementen (Cu, Fe).
 

Gelee royale - das Beste für die Königin

Mit dem „königlichen Saft“, einem Drüsensekret der Arbeitsbienen, versorgen diese die Königin und einen Teil der Drohnenbrut. Es enthält eine Kombination von Fettsäuren, Vitaminen, Aminosäuren und Spurenelementen. Die Wirkung von Gelee royale auf den menschlichen Organismus wird als wohltuend beschrieben.
  

Bienenwachs - eines der ältesten Bausubstanzen

Bienenwachs ist ein weiteres natürliches Produkt des Bienenvolkes. Von den vier Paar Wachsdrüsen an der Unterseite des Hinterleibes der Arbeitsbienen werden kleine ovale Wachsschüppchen ausgeschwitzt. Wachs wird zum Bau der Waben benötigt und in der Kerzenproduktion und Kosmetikindustrie eingesetzt.
  

Bienengift

Arbeiterinnen und die Königin sind in der Lage, Gift zu produzieren, was in der sog. Giftblase gelagert und zur Verteidigung eingesetzt wird. In der Apitherapie wird Bienengift in verschiedener Form angewendet.
  

Zum Nutzen des Menschen

Honigbienen sind in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Gesellschaft gerückt. So gewinnt auch die Apitherapie, die früher nur ein Randgebiet der Imkerei war, immer mehr Zuspruch. Sie setzt sich intensiv mit der Verwendung von Bienenprodukten im medizinischen Bereich auseinander.

Mehr Informationen zum Thema unter:

Deutscher Apitherapie Bund e.V.

Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit "Laves"


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