RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

Historie in Jahreszahlen

Mit dieser Urkunde vom 18. Januar 1872 verleiht Abt Anselmus als Landesherr des Reichsstiftes Werden drei Männern aus Bredeney, sowie „... Johann Herman und Wilhelm Kahmann und Johann Herman Montag aus Rüttenscheidt“ das Recht, auf seinem Territorium oberhalb der Kluse Kohle abzubauen.
(Urkunde, Archiv W. Klaus, Essen)
Die Weggabelung um 1900 aus Norden gesehen. Die Gaststätte im Eckhaus hieß dessen Form wegen „Zum Bügeleisen“.

Rüttenscheider Geschichte für eilige Leser

Für ganz eilige Leser haben wir bedeutende Ereignisse rund um die Entwicklung Rüttenscheids tabellarisch in Jahreszahlen festgehalten. Detaillierte Einblicke in die Rüttenscheider Geschichte erhalten Sie auf den weiteren Unterseiten dieser Website, zusammengetragen von Marlies Holle.   

943   
Vöcklinghausen – heute Teil Rüttenscheids – erstmals urkundlich erwähnt.

970    Der Name Rüttenscheid erscheint in einem Stiftungsverzeichnis des Klosters Werden.

1230  Das Stift Essen (dem Rüttenscheid angehört) wird Fürstentum.

1323  Stiftung einer Rente zu Gunsten des Siechenhauses (Abriss nach 1860)

1336  Das Stenshuis (Steinhaus = Romanisches Haus) in Werdener Akten genannt.

1354 Nennung der “Höhle” Silberkuhle in einem Schreiben an den Essener Rat - frühester Beleg für Erzbergbau

1442  Stiftung der Siechenkapelle

1795  In Rüttenscheid leben 33 Familien.

1803  Die Reichsabtei Werden und das Stift Essen (Fürstentum Essen) werden aufgelöst. Rüttenscheid kommt unter preußische Herrschaft.

1806  Verwaltungsreform unter französischer Herrschaft: Rüttenscheid gehört zur Mairi (=Bürgermeisterei) Altenessen, ab 1874 zu Stoppenberg

1813  Nach dem Sieg über Napoleon übernimmt Preußen wieder die Regierung.

1832  In Rüttenscheid gibt es 30 Wohnhäuser in denen 313 Menschen leben.

1856  Die erste Rüttenscheider Schule wird eröffnet.

1862  Schacht Langenbrahm I wird auf 340 m abgeteuft.

1872  Eröffnung der Eisenbahnstrecke Heißen ? Rüttenscheid.

1884  Rüttenscheid – inzwischen über 4.000 Einwohner – wird Teil der Bürgermeisterei Rellinghausen.

1885  Einrichtung eines Kaiserlichen Postamtes

1889 
Die Zeche Langenbrahm beschäftigt 735 Arbeiter. Errichtung der katholischen Kirche St. Ludgerus (Einweihung 1890).

1891  Rüttenscheid wird an die Essener Wasserversorgung angeschlossen.

1892  F. A. Krupp stiftet die Siedlung Altenhof für invalide Arbeiter und deren Witwen

1893  Die Kettwiger Chaussee (später Essener, heute Rüttenscheider Straße) wird erschlossen.

1894  Am 6. Januar brennen zum ersten Mal Gaslaternen in den Straßen. Rüttenscheid wird mit Essen durch eine Straßenbahnlinie verbunden.

1895  Wilhelm Girardet verlegt seinen Betrieb (Druckerei und Verlag) nach Rüttenscheid.

1897  Einweihung des Kruppschen Kaiserin?Auguste?Viktoria?Erholungshauses (später in die Krupp-Krankenanstalten eingegliedert)

1899  An der Essener Straße nimmt eine Rektoratsschule (das spätere Goethe?Gymnasium) den Unterricht auf.

1900  Rüttenscheid wird selbständige Gemeinde (zählt inzwischen 14.551 Einwohner).

1902  Einweihung der ev. Reformationskirche Ecke Martinstraße/Alfredstraße (1944 durch Bomben zerstört).

1903  Einweihung des Rüttenscheider Rathauses (im 2. Weltkrieg zerstört).

1904  Rüttenscheid erhält eine Versorgung mit Elektrizität

1905  Nach nur 5 Jahren Selbständigkeit wird Rüttenscheid nach Essen eingemeindet. Die Goethe?Schule bezieht ihren Neubau an der Alfredstraße (zerstört im 2. Weltkrieg)

1906  Die Essener Straße wird im Rüttenscheider Teil in Rüttenscheider Straße umbenannt.

1906  Margarethe Krupp richtet die Margarethe?Krupp?Stiftung für Wohnungsfürsorge ein, aus deren Vermögen die heutige Margarethenhöhe entsteht. Genehmigung zur Anlage eines Rüttenscheider Marktes.

1908  Die zweite katholische Kirche St. Andreas ist fertiggestellt.

1913  Landgericht an der Zweigertstraße eingeweiht.

1913 
Die Essener Messe nimmt mit einer Gewerbeschau den Betrieb auf.

1918  Das Polizeipräsidium wird seiner Bestimmung übergeben.

1923 
Die französische Ruhrbesatzung nimmt mehrere öffentliche Gebäude Rüttenscheids in Beschlag.

1926 Der Vergnügungspark Prater nach Wiener Vorbild eröffnet (1930 wieder geschlossen).

1927 Die Maria?Wächtler?Schule bezieht ihren Neubau an der Rosastraße. Eröffnung des Botanischen Gartens.

1929  Die Gruga öffnet ihre Pforten.

1938  Reichsgartenschau – Gruga auf 47 ha vergrößert. Die Gewerkschaft Langenbrahm beschäftigt rund 2.900 Menschen (Schließung 1966)

1945  Schwere Kriegszerstörungen in Rüttenscheid: weit über 60% der Wohnbauten und die meisten öffentlichen Gebäude

1950  Gründung des Bürger- und Verkehrsvereins Rüttenscheid

1955  Auf dem ehemaligen Rathausgelände entsteht ein modernes Sparkassengebäude.

1958  Schulneubau des Helmholtz-Gymnasiums eingeweiht. Errichtung der Grugahalle

1961 Bau des Karstadt-Hauses mit Geschäftspassagen – Rüttenscheider Stern wird Einkaufszentrum.

1962  Reste des romanischen Hauses in der Gruga freigelegt.

1963  Deutsches Turnfest in Essen – Grugastadion und Festwiese fertiggestellt. Das neue Grugaschwimmbad wird zur Benutzung freigegeben.

1965  Bundesgartenschau – Gruga auf 65 ha vergrößert Letzte Fahrt des Schienenbusses auf der Bahnstrecke Steele-Süd – Rüttenscheid – Mülheim-Heißen (Gruga-Express).

1966  B288 (später A 52) zwischen AB-Kreuz Breitscheid und Rüttenscheid freigegeben.

1970  Stiftung Rüttenscheid für spastische, gelähmte und schwer behinderte Kinder gegründet

1973  Das Schwimmzentrum Rüttenscheid wird am 5. Dezember in Betrieb genommen.

1975  Baubeginn der U-Bahn (1986 abgeschlossen)

1980  Neubau des Alfried Krupp Krankenhauses

1988  Fertigstellung der neu gestalteten, verkehrsberuhigten Rü
Gründung der IGR (Interessengemeinschaft Rüttenscheid) Das Verlagshaus W. Girardet muss den Rüttenscheider Betrieb schließen.

2003  Die Messe Essen kann in der Galeria das Glasbild Energie von Jörg Immendorff als größtes Glasbild Europas einweihen.

2005 
Das Hundertwasserhaus im Grugapark für Familien schwer kranker Kinder ist fertig gestellt


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