Rüttenscheid ist ein sicherer Stadtteil. Trotz seiner Beliebtheit und der hohen Besucherzahl zu späterer Stunde, sind die Zahlen der Polizei sehr niedrig.
(„Die objektive Sicherheitslage in Rüttenscheid stellt sich weiterhin unverändert positiv dar.“ „Die niedrigen Kriminalitätszahlen zeigen uns, dass Rüttenscheid ein sicherer Stadtteil ist.“)
Dies betont die Polizei in ihrer Vorstellung des Projektes „Rü 360°“, mit dem sie dem Unsicherheitsgefühl vieler Bürger begegnen will, das durch die Presseberichterstattung entstanden ist. Zwei Vorfälle im Christinenpark, einer am letzten verbliebenen Kiosk (der auch bald verschwinden wird) sowie am Girardethaus haben in den letzten Jahren für viele Artikel und Aufsehen gesorgt.
Deswegen sind Polizei, Politik und IGR in engem Austausch, wie man zum einen die Sicherheit erhöhen, zum andern aber auch einem unnötigen Unsicherheitsgefühl entgegenwirken kann. Im Detail zeigen die Vorfälle oft auch, dass provozierendes Verhalten von beiden Seiten eine Rolle spielte, oder einfache Verhaltensweisen der Vorsicht ignoriert wurden. Muss man um 1:00 Uhr morgens in einen spärlich beleuchteten Park gehen? Muss man mit flotten Sprüchen in eine unbekannte Gruppe gehen?
Straftaten sind mit null Toleranz zu verfolgen, und die Wenigen, die das Klima vergiften, sind intensiv im Auge zu behalten.
Neben einer starken und sichtbaren Präsenz von Polizei und Ordnungsamt, werden auch technische Maßnahmen erwogen, wie man kritische Orte, wie den Christinenpark, beobachten kann. Ein neuer Aspekt ist dabei die KI-gestützte, datenschutzgerechte Radarüberwachung, die aber noch in den Kinderschuhen steckt.
Weil es viele Menschen ebenso aufregt, freuen wir uns, dass auch die Poser dabei erneut in den Fokus gerückt werden, wenngleich diese vor allem in den Sommermonaten bei gutem Wetter in Erscheinung treten. Aktionen, die auch eine technische Überprüfung der Fahrzeuge umfassten, gab es im Sommer durchaus. Sie sind aber natürlich nur Stichproben, so dass wir auch hier für technische Lösungen eintreten.
Wir begrüßen diese Unterstützung des Stadtteils sehr.
Es geht um sehr wenige Störenfriede, denen man Einhalt gebieten muss, um schädlichen Entwicklungen vorzubeugen.
Jugendliche waren schon immer etwas lauter und neigen zu Imponiergehabe. Man darf sie nicht pauschal verurteilen. Die Allermeisten sind super, aber es gibt keine geeigneten Plätze für sie. Auch das gehört zur Gesamtaufgabe.