RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

RüttenscheiderBrücke

Bauvorhaben Rüttenscheider Brücke

Seit Jahrzehnten wird über die Zukunft des Messeparkplatzes P2 diskutiert. Nach der Bebauung an dessen Rand, entlang der Veronikastraße liegt jetzt ein Antrag vor, von Rüttenscheider Brücke bis Ursulastraße, also entlang der Wittekindstraße zu bauen. Der formalen Vorgang der notwendigen Änderung des Bebauungsplanes mit Öffentlichkeitsbeteiligung, Studien für Umwelt-, Verkehrs- und juristischen Fragen hat begonnen.

Das aktuelle Bauvorhaben siehe unten...

Die Meinungen dazu gehen in der öffentlichen Diskussion weit auseinander, und so lohnt es sich vielleicht die Vorgeschichte und die verschiedenen Argumente einmal zusammenzutragen.

Vorgeschichte

Ursprünglich war das Gelände der Rüttenscheider Güterbahnhof, der die in der Umgebung zahlreich vorhandenen Industrie- und Handwerksbetriebe versorgte. Neben der Girardet Druckerei, einer der größten Deutschlands und ihrer Zulieferfirmen ging es geradeaus weiter zum Gasfabrikanten Rommenhöller und in einer Kurve nach Süden zur Zeche Langenbrahm. 

(historische Bilder in unserer Sammlung...)

Planung von 2012 - jetzt im Randbereich in Bau

Entlang dieser Abzweigung soll das Bauvorhaben Rüttenscheider Gärten entstehen, dass den Bogen der Trasse aufnimmt, die als Grünstreifen erhalten bleiben soll. Die Rommenhöllertrasse ist als weiterer Fuß- und Fahrradweg, entlang auch dem Bauvorhaben Parc Dunant (alte PH), im Gespräch.

In westlicher Richtung lag eine Maschinenfabrik (heute ista-Gebäude), eine Ziegelfabrik u.v.a.m.

Luftbild 1957

Der Strukturwandel von der Schwerindustrie hin zu Dienstleistungen kann historisch als wesentliche Attraktivitätssteigerung Rüttenscheids, jedenfalls aus Sicht der Anwohner, angesehen werden, was aber natürlich für die heutige Diskussion nicht entscheidend ist.

Wichtig ist aber, dass fast die gesamte Fläche des Bahnhofes seit dem Ende von Druckerei und Bahnhof mitten im Stadtteil brach liegt. Die Nutzung zum Parken ist zwar sehr wichtig für Rüttenscheid und die Messe, aber schön sieht sie nicht aus.

Die Diskussion, was man damit machen sollte, ist über 20 Jahre alt, verlief aber immer im Sande, weil die Finanzierung von Ideen nicht möglich war oder die berechtigten Interesse der Messe an dem Parkraum nicht kompensiert werden konnten.

Dass erst jetzt erheblicher Protest geäußert wird, verwundert insofern, als die Idee der Bebauung nicht neu ist und schon mehrfach konkret öffentlich dargestellt wurde.

2008 bewarb sich die Stadt Essen beim Land NRW um den sog. Gesundheitscampus NRW, der eine ganze Hochschule hier ansiedeln wollte. 

Gesundheitscampus

Dabei wäre die gesamte Fläche bebaut worden.

 
Proteste sind dazu nicht bekannt.

 
Zweimal haben Koschany + Zimmer Architekten KZA im Rahmen der Veranstaltung Kreative Köpfe und des Gesundheitscampus Bürger zu Planungsworkshops eingeladen, bei denen Nutzungsvarianten am Model entwickelt wurden. Die Beteiligung war groß.

Auch hier wurde eine Bebauung vorgesehen.

KZA Bürger-Workshop-Entwurf. Die helle Fläche ist der Platz von dem Girardethaus. Die grüne der Deckel zwischen den Brücken entlang der Gregorstraße

Zwischenzeitlich gab es eine Bürgerinitiative der Anlieger, denen sich aber offenbar auch nicht viele angeschlossen haben.
 

Die Interessengemeinschaft Rüttenscheid hat in den 199er Jahren die frühesten Vorschläge gemacht und dabei die städtebaulichen Chancen im Auge gehabt.

Kern war die Deckelung des Grabens vor dem Girardethaus um einen Platz zu schaffen und eine Fortsetzung des Deckels möglichst bis zur Grugahalle. Damit solle ein ebenerdiger Weg von der Rü zur Gruga führen, um auch diese Anbindung, die oft kritisiert wird, zu verbessern.

Unter dem Deckel sollten mindestens 2 Etagen für Parken vorgesehen werden, um im Bereich der Rü Parkraum zu schaffen, der auch Messe und Grugahalle sehr nutzen würde.

Um die Kosten gering zu halten, wurde ein offenes Stahlständerwerk vorgeschlagen.

Diese Anbindungsideen sind später eingegangen in die Workshop-Entwürfe von KZA.

Hier ein früher Entwurf, den Jürgen Darmowski für die IGR zu Papier gebracht hat und ein weiterer von 2002.

Leider hat sich seitdem kein Investor für dieses Modell interessiert, obwohl es in den 20 Jahren einige gab, die viel aufwändigere Tiefgaragen, z.B. am Rüttenscheider Platz oder am Haumannplatz bauen wollten. Wir vermuten, dass die Verwaltung hier auch zu wenig vermittelt hat.

Eine andere Möglichkeit der Finanzierung des Deckels wäre eine Bebauung, die unten ausreichend Tiefgaragenplatz bieten sollte, um den zusätzlichen Bedarf zu decken.

Die Attraktivitätssteigerung der Brachfläche, der Platz direkt an der Rü, die Anbindung der Rü an Messe und Gruga sowie die Schaffung von Parkplätzen an der Rü waren die städebaulichen Ziele der IGR bei diesen Ideen.

Natürlich ließen sich auch andere attraktive Ideen denken, wie Grün- und Erholungsfläche, aber weder die Finanzierung noch der Ausgleich für die Messeparkplätze sind dabei bisher geregelt.

 
Ein anderer Ansatz versuchte unter dem Arbeitstitel GruGate die Anbindung der Rü zur Gruga und Messe zu verbessern. Die Landschaftsarchitekten Davids Terfrüchte + Partner erstellten im Auftrag von Grün&Gruga und in Kooperation mit Rolf Fliß von den grünen und Rolf Krane von der IGR 2008 ein Konzept.

Zu den Elementen gehörten zwei Rampen an der Nordböschung des Bahnhofgeländes. Die eine im Bild führt von der Rüttenscheider Brücke in Richtung Gruga und wurde leider bisher nicht gebaut, obwohl Gelder beim Land zur Verfügung gestanden haben sollen. Die andere wurde gebaut, nämlich unter der Alfredstraßenbrücke. Leider in einer Ausrichtung weg von der Gruga, weil man vom Bau beider Rampen ausging. 

 
Weitere Elemente waren attraktive, deutlich markierte Wegebeziehungen zum Grugapark.

Es lohnt sich sicher, anlässlich der Entwicklung dies erneut in die Überlegungen einzubeziehen, obwohl keine direkte Beziehung zum Bauprojekt besteht.
 

Das aktuelle Bauvorhaben

Schon 2002 hatte die Hopf IEG große Teile des alten Rüttenscheider Güterbahnhofs gekauft. An der Veronikastraße entstand Wohnbebauung (RüNovo).
Große Teile wurde von einigen Jahren an die Messe verkauft und dabei vereinbart, dass Hopf den Bereich neben der Rüttenscheider Brücke  bis ungefähr Ursulastraße kaufen und bebauen kann, wenn die Messe einen Ausgleich für die Parkplätze bekommt und die Durchfahrt zum hinteren P2 gewährleistet ist. Die Ausgleichsfläche ist nach langem Ringen am Heizwerk gefunden. Über viele Einzelheiten, etwa der Eignung der Fläche, wird allerdings noch verhandelt.

Der IGR ist weiterhin wichtig, dass unsere alte Idee eines Deckels auf dem alten Güterbahnhofsgelände endlich teilweise zustande käme und so ein Platz mit hoher Aufenthaltsqualität entstünde. Außerdem sollte möglichst ein Parkplatzgewinn erzielt werden. An einer Bebauung liegt uns nicht, aber sie ist aus verschiedenen anderen Gründen nahezu erforderlich. 
Zwischenzeitlich wurden auch allzu verkehrsintensive Nutzungen von Seiten der Politik verhindert, denn auch Verkehr und Parkplätze sind heikle Punkte.

Bilder der Projektstudie des renommierten Architekturbüros HPP aus Aachen sind im Ratsinformationssystem, zusammen mit den Anträgen zur Änderung des Bebaungsplanes, zu finden.

Die Bilder finden sich auch auf dieser Seite. Dieser städtebauliche Entwurf ist nur ein grober Rahmen. Für die Baugenehmigung muss eine detailliertere Planung vorgelegt werden, die durchaus anders aussehen kann. Da ein neuer Bebauungsplan erstellt werden muss, hat die Stadt/Politik begrenzt Möglichkeiten im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages Auflagen zu erteilen.

Vorgesehen ist bisher, dass entlang der Wittekindstraße ca. 15.500 m² Wohnbebauung entsteht, was 100-150 Wohnungen entspricht. Die Wohnungsgröße steht noch nicht fest. Die Häuser haben 6 Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss auf dem Dach. Eines der drei Wohnhäuser realisiert geförderten Wohnungsbau, was zu niedrigeren Mieten mit Wohnberechtigungsschein führt.

Blick Richtung Rü entlang der Wittekindstraße. Vorne links Ursulastraße

  
An der Ecke zur Rü ist ein Gebäude mit ca. 6000 m² Gewerbe und ca. 600 für Einzelhandel und/oder Gastronomie im EG. Es ist zurückgesetzt, da die Sicht auf die denkmalgeschützte Fassade des Girardethauses frei bleiben muss. Auch diese Nutzung ist von völlig offen.

Bürogebäude an der Ecke Rü, Wittekindstraße zurückgesetzt. Links: neuer Platz und Girardethaus, rechts Rü199.
Seitenansicht mit Höhen

 

Es gibt in der Bürgerschaft einige Gegenstimmen und zuvor hat auch die Bezirksvertretung einstimmig alle kritischen Punkte betont, die auch in der öffentlichen Diskussion sind. Themen sind dabei: Verdichtung des Viertels, Bauhöhe, Parkplatzbilanz, Verkehrsüberlastung der Umgebung, Durchleitung des Fahrradweges, Frischluftschneise, Mietkosten.

Bürgerforen werden auch noch vor der "frühzeitigen Bürgerbeteiligung" im Rahmen des B-Plan-Verfahrens stattfinden.

Am 13.11.18 um 19 Uhr ist Planungsdezernent Hans-Jürgen Best zum Kommunalpolitischen Abend der CDU ins Istra, Rü 155, eingeladen.

Beklagt wird, dass es keine über die formalen Verfahren hinausgehenden Bürgerinformationen und -beteiligungen gibt. Sie hätten sich auch vor Jahren angeboten um über die Vielzahl der aktuellen Bauvorhaben im Zusammenhang zu diskutieren. Jetzt sind alle Baugenehmigungen erteilt oder kurz davor, so dass eine Gesamtbetrachtung nur noch wenig konkreten Einfluss bringen kann. Mit den Geländen von PH, Paas, Conrad, RüBogen, Straßen NRW, Belle Rü, um nur einige Stichworte zu nennen, ist in den letzten Jahren ein Volumen von ca. 1200 Wohnungen in Bau genommen worden. Die Ballung liegt an dem rund sieben Jahren langen Bauverbot durch die Bezirksregierung wegen des ausstehenden Baus der Abwasserleitungen. Danach sind keine großen Bauvorhaben mehr zu erwarten, denn es gibt keine freien Grundstücke mehr. 

Die Behörde verweist darauf, dass sie nur die formal vorgesehene Bürgerbeteiligung durchführen kann und ansonsten einen Auftrag der Politik und eine Finanzierung für weitere Beteiligungen oder städtebaulichen Wettbewerbe benötigt. Im Übrigen würden die angesprochenen Fragen im Rahmen der erforderlichen Gutachten behandelt.

Im Detail:

Viele beklagen den Zubauen von Freiflächen und die Verdichtung in Rüttenscheid.
Außerdem sind 7 Etagen (incl. Staffelgeschoss) hoch gegenüber 3 Etagen entlang der Wittekindstraße und 4 an der Ecke Ursulastraße.
Beim Bürobebäude an der Ecke zur Rü ist die Höhe noch am ehesten akzeptabel, da die Kreuzung dann mit 4 hohen Häusern eingefasst wäre. In der Planung ist das neue Bürogebäude so hoch wie das Hopf-Gebäudes Rü199 und der obersten Spitze des Daches des Girardethauses.
Andererseits braucht die Stadt dringend Wohnraum - den auch die Bürger fordern - und das alte Bahngelände ist nicht gerade schön, sondern ehr eine Wunde des Strukturwandels mitten in einem beliebten Mischgebiet.
CDU und SPD haben bereits dargelegt, dass sie mit ihrer Mehrheit im Rat für 5 statt 7 Etagen wären.

Vor allem muss man den Platz, der vor dem Girardethaus entsteht, als städtebaulichen Gewinn verbuchen. Allerdings gibt es noch keine Vereinbarung mit dem Girardethaus über die bauliche Anbindung und einheitliche Nutzung des Platzes. Es ist eine Voraussetzung für eine positive Entwicklung, dass die bestehende Parkfläche vor dem Girardethaus und die trennenden Elemente aufgehoben werden. 

Angesichts der Parkraumsituation muss das Bestreben sein, möglichst viele Parkplätze zu schaffen. Leider ist es bei den Bauvorhaben der letzten Jahre die Regel, dass oft nur ein Faktor 1 Stellplatz pro Wohnung vorgeschrieben wird. Die IGR hat das immer wieder beklagt und die Politik widerspricht sich, indem Sie die Situation beklagt, aber nicht einmal den Versuch unternimmt hier einen höheren Faktor durchzusetzten. In der Bezirksvertretung hat Planungsdezernent Best klar bekundet, dass es seiner Behörde möglich wäre auch einen Faktor von 2 zu fordern.

Leider sind von den mindestens 2 Parketagen, die unter dem Deckel und den Gebäuden sein sollten nur ca. 1,4 geblieben. Im Bereich unter den Wohnhäusern sind es zwei Etagen nur für diese Häuser, Im Bereich des gewerblichen Gebäudes sind es 2 Etagen. Siehe Querschnittszeichnung. Alle Gebäude stehen auf dem durchgehenden Garagenblock.
Das reicht sicher nicht für Bewohner, Mitarbeiter, Kunden und Gäste.

Beklagt wird auch der entstehende Verkehr. Obwohl die Verwaltung bereits frühzeitig ein Verkehrsgutachten mit Simulation der Verkehrsströme anhand von Ist-Daten für ein Rüttenscheider Gebiet erstellt hat, dass alle großen Bauvorhaben umfasst, wird dieses angezweifelt.

Als Verbindungsweg von Messe zu Rest-P2 und als Durchleitung des bestehenden Fahrradweges ist eine Trasse von ca. 15m Breite incl. 5m Radweg entlang des Girardethauses geplant. Der 50m lange Deckel, der den Platz bildet, bekommt in diesem Bereich drei große Licht-Öffnungen. Siehe Draufsichtszeichnung.

Die Fahrradverbände geklagen, dass die wichtige Gruga-Fahrradtrasse, begleitend zum Zubringerweg verschwenkt werden muss. Dies ist erforderlich, weil der Weg nur am Girardethaus entlang geführt werden kann. Allerdings findet eine solche Verschwenkung, wenn auch geringer, jetzt auch schon im Verlaufe des Radweges statt.

Ferner wird beklagt, dass die Rampe, die jetzt zur Wittekindstraße führt, wegfallen würde. Damit gibt es keine gute Anbindung des Radweges an die Rü. Hinzu kommt, dass bei der Sanierung der Brücke der Alfredstraße die kleine Rampe wegfallen dürfte, da die vorgesehene Ersatz-Tragstruktur mehr Platz benötigen wird. Daher bietet es sich an die oben bereits vorgestellte alte Planung der Großen Rampe zwischen Rü und P2, Richtung Gruga, die unter dem Namen Grugate entwickelt wurde, zu realisieren, worum sich die IGR seit langem bemüht.

Weil die bestehende Brücke leicht gewölbt ist, entstehen im Anschlussbereich an den Rändern die im Bild erkennbaren Stufen.

Wie beim Parc Dunant, sollten Angebote für alternative Mobilität, wie wir sie schon lange fordern, auch hier vorgesehen werden (viele Fahrradstellplätze, auch für Lastenräder, Stromangeboten für Räder und PKW, Car- und Bikesharing, Anlieferboxen für Lieferdienste u.v.a.m.).

Endlich wurde mal wieder Wohnen und Arbeiten zusammen vorgesehen. Der Mischgebietscharakter Rüttenscheids, der viele Vorteile hat, wurden zuletzt bei anderen Bauvorhaben, die Gewerbe- vollständig in Wohnflächen umwandeln, leider immer weiter vermindert. Verkehrsvermeidung ist schließlich das eleganteste Mittel gegen die Verkehrsprobleme!

Das Ganze sind nur städtebauliche Entwürfe mit denen zunächst ein Bebauungsplan erstellt werden soll. Eine Öffentlichkeitsbeteiligung ist vorgesehen. Verkehrs- und Umweltgutachten werden noch erstellt. Vieles ist noch offen.

Ende 2019 kann Baurecht geschaffen sein und 2020 mit dem Bau begonnen werden. So hofft es der Investor. Im Moment ist auch die Änderung des Bebauungsplanes wegen der fehlenden Einigung mit der Messe zurückgezogen, denn vorläufig gibt es für das Vorhaben keine Grundlagen.

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Bericht aus der Sitzung der Bezirksvertretung am 24.5.18:
Die BVII hatte das Bauvorhaben heute auf der Tagesordnung zur Kenntnisnahme
Im Punkt "Fragen der Bürger" wurde zuvor kritisiert, dass es keine Information und Bürgerbeteiligung gäbe.
Ergebnisse:

- Die Behandlung in Gremien, wie der BV, die alle öffentlich tagen, ist eben der Beginn jener öffentlichen Diskussion, die gefordert wird. Festgelegt ist formal nichts und die Entwürfe sind nur städtebauliche zur Aufstellung des Bebauungsplanes. Dann erst kommt ein Bauantrag mit konkreten Planungen und ggf. eine Genehmigung. Auch, wenn diese nicht viele Vorgaben enthalten darf, wird sie aber, wie üblich, auf der Grundlage eines städtebaulichen Vertrages erfolgen, der viele Vorgaben enthalten kann.

- Studien über Verkehrs- und Klimafragen werden noch erstellt.

- Es wird zusätzlich zu der Vorstellung in der BV und im Ratsinformationssystem eine öffentliche Vorstellung und Diskussion geben, zu der noch eingeladen wird. Herr Müller vom Planungsamt meinte, dass dies erst nach den Sommerferien sein werde, da erst am 21.6. das Thema im Rat sei, aber es gibt andere Stimmen, die meinen, dass der Planungsausschuss (ASP) ja am 7.6. tage und diesen Auftrag erteile, so dass es vor den Sommerferien ginge. Anwohner im Publikum mutmaßten schon, dass es IN den Ferien sein würde.

- Außerdem haben Bürger, wie bei jedem Bauvorhaben, alle Möglichkeiten, Einwände im Rahmen des Anhörungsprozesses formal einzubringen, die von der Verwaltung berücksichtigt werden müssen.

- Die BV-Vertreter haben einhellig ihre Kenntnisnahme mit Bedenken und Fragen versehen, die es zu klären gelte.
Sie gingen in folgende Richtung:

- Zwar ist das gewerbliche Eckgebäude so hoch vorgesehen, wie das Rü199 daneben und würde auch zu den anderen Gebäuden an den Ecken der Kreuzung passen, aber die anderen Wohnhäuser entlang der Wittekindstraße sind 3-4 Geschosse hoch, und damit bestünden große Bedenken ihnen gegenüber 7 Etagen (incl. Staffelgeschoss) zu bauen.

- Die vorgesehenen Stellplätze in der Tiefgarage seien zu wenig für den zusätzlich entstehenden Bedarf.

- Weil Bedenken hinsichtlich der zusätzlichen Verkehrsbelastung bestünden, sollten die in Aussicht stehenden Bauvorhaben in der Nachbarschaft in die Gutachten einbezogen werden und der Gutachter beauftragt werden ggf. Lösungen vorzuschlagen.

- Bedenken wurden hinsichtlich der Folgen für das Stadtklima geäußert.

- Der genaue Verlauf des Radweges ist zu klären.

Im Publikum haben sich Anlieger vernetzt, von denen einer ein bekannter Fachmann ist. Juristische Schritte sind zu erwarten.



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