RÜTTENSCHEID - Gute Zeit.

Bauvorhaben

Bauvorhaben in Rüttenscheid

Bilderimpressionen von Bauvorhaben in Rüttenscheid aus den letzten ca. 10 Jahren bis zu den heutigen Planungen

Im folgenden wird ein anschaulicher Überblick über die Bautätigkeit im Viertel gegeben. Am Ende wird auf politische Diskussionen in dem Zusammenhang eingegangen. Die zahlreichen Links bieten weiterführende Informationen und Bilder in besserer Auflösung und Anzahl.

Eine Bürgerbeteiligung ist bei jedem Bauvorhaben vorgesehen und sollte nicht unterschätzt werden. Jeder Beitrag geht in die Akten un die Abwägungen ein. Eine Übersicht über die aktuellen Bauvorhaben gibt die Stadt Essen unter essen.de...

Die Übersichtskarte zeigt, dass es seit langem eine rege Bautätigkeit in Rüttenscheid gibt. Darunter natürlich viele kleinere Neubauten, aber vor allem große Bauvorhaben sowohl von Büros, aber vor allem von Wohnungsbau. In diesem, für Stadtentwicklung relativ kurzen Zeitraum kommt man auf 48; mit Dunkelziffer also rund 50 Neubauvorhaben, was eine beeindruckende Zahl ist.
Dies zeigt das Vertrauen, das die Investoren in den beliebten Standort Rüttenscheid haben, seine Dynamit und sein Potential.

Auf der Übersichtskarte sind die abgeschlossenen Vorhaben blau und die noch laufenden und geplanten rot in etwa maßstäblich markiert. (Karte: Google Maps)

Bauvorhaben in Rüttenscheid aus den letzten 10 Jahren. Blau: abgeschlossen, Rot: in Bau oder Planung

Vor Nord nach Süd:

  • Glückaufhaus mit Erhaltung des Filmstudios, eines der ätesten Kinos NRWs (1924), 2009 unter der Erhaltung der historischen Fassade neu gebaut.
     
  • neues Wohngebäude in der Hildegardstraße
     
  • Neue Verwaltung der Stadtwerke
     
  • In der Baumstraße werden in den nächsten Jahren zahlreiche der alten Häuser von Hopf neu gebaut.
     
  • In der Witteringstraße wird z.Zt. ein neues Wohnhaus gebaut.
     
  • Museum Folkwang wurde 2009 nach Entwurf des renommierten britischen Architekten David Chipperfield neu gebaut, der alte Teil renoviert.
     
  • neue Forensik am Gericht, Goethestraße
     
  • neuer Gerichtstrakt mit Sitzungssälen, Goethestraße - Eröffnung 2016 
     
  • neue Staatsanwaltschaft (2006), Zweigertstraße
     
  • Die alte Staatsanwaltschaft, Ecke Goethestraße wurde als Zweigert Karree in Eigentumswohnungen umgebaut. WAZ...
     
  • Die ehemalige traditionelle Tanzschule Thielemann wurde der Büroneubau "office center goethestr.".
     
  • Am Rüttenscheider Stern wurde das Gebäude von Althoff/Karstadt/Hertie abgerissen und als Rü62 neu gebaut (2013)
     
  • Auch das Parkhaus an der Berthold-/Alfredstraße wurde neu gebaut.
     
  • An der Klarastraße wurde das Hotel Rüttenscheider Hof durch ein Wohngebäude Stadtresidenz Rüttenscheider Hof ersetzt.
     
  • Sport- und Tanzinternat wurde 2007 als bundesweit erstes seiner Art eröffnet.
     
  • Am Schulzentrum wurde eine Mensa gebaut.
     
  • Die Gemeinde St. Ludgerus baute 2015 eine neue Kita an der Franziskastraße und hatte einige Jahre zuvor schon die Seniorenresidenz am Wehmenkamp neu gebaut.
     
  • neben der alten PH in der Henri-Dunant-Straße wurde das das Studentenwohnheim Ronkalli-Haus abgerissen und eine Wohnanlage gebaut.
     
  • In den nächsten Jahren folgt ein riesiges Wohnvorhaben als Ersatz für die alte PH.
     
  • Auf der anderen Seite der alten Bahntrasse an der Müller-Breslau-Straße wird als Ersatz für die Fabbrica Italiana ein Komplex mit gewerblicher und Wohnnutzung durch Living Space und das Wohnungsunternehmen Vivawest entstehen.
      
  • Auf der anderen Seite der Henri-Dunant-Straße, an der Wittenbergstraße ist das große Bürogebäude von Straßen&Verkehr NRW an die Kölner Entwicklungsgesellschaft Artemis verkauft. Auf den 4700m² entstehen jetzt rund 60 Wohnungen, von denen 23 öffentlich geförderte Mietwohnungen sein werden. Baubeginn soll Ende 2017 sein

  • Wenige Meter entfernt an der Wittenbergstraße wurde ein Bürogebäude abgerissen. Ein Mehrgenerationenhaus ist in Bau (Ambro Immobilien).
     
  • Einen Häuserblock westlich an der Veronikastraße entsteht an der Stelle des ehem. Autohaus Van Eupen ein Wohnbauvorhaben mit Namen BelleRü->
     
  • Gegenüber wird gerade das Wohnbauvorhaben RüNuvo von Hopf IEG fertiggestellt ->
     
  • Daneben wurde im Jahre 2009 ebenfalls von Hopf das Wohnbauvorhaben Quartier 4 fertiggestellt.  
     
  • Direkt daneben, auf dem Gelände des ehem. Holzhandels Conrad, ist in kürze Wohnbebauung vorgesehen. (Grenzland-Bau)
     
  • Direkt daneben entstand 2007 das Wohbauprojekt ECOdrei in der Girardetstraße.
     
  • Diese Gelände sind ehemaliges Gelände des alten Güterbahnhofes Rüttenscheid. Hierzu zählt auch der Neubau des Atlantic Congress Hotels neben der Grugahalle, das 2010 eröffnete.
     
  • Entlang eines Gleisabzweigs vom Bahnhof zur Zeche Langenbrahm, an der Wittekindstraße soll in Kürze das Bauvorhaben Rüttenscheider Gärten (u.a. Viantis) beginnen.
     
  • An der Ecke Wittekind- Rüttenscheider Straße entstand im Jahre 2010 durch Hopf das Büro- und Ärztehaus Rü199
     
  • An der Rüttenscheider Brücke, zwischen Rü199 und dem Girardet Haus, auf dem Bahnhofsgelände, das heute Messeparkplatz P2 ist, könnte in einigen Jahren ein Wohnprojekt entlang der Wittekindstraße und ein Platz mit Gewerbe vor dem Girardet Haus entstehen.
     
  • Wenige Meter entfernt, zwischen Hertha-, Ursula- und Josephinenstraße wurden 2013 Industriehallen abgerissen und von Viantis Wohnbebauung unter dem Titel Rüttenscheider Höfe realisiert. 
     
  • Etwa entlang der Ursulastraße, gegenüber dem Kruppkrankenhaus wurde die Kruppsche Siedlung Altenhof I leider weitgehend abgerissen und von Thyssen Krupp 2003 Die Wohnsiedlung Wohnen am Altenhof gebaut. Die Nord- und Südseite sind aus unbekannten Gründen nicht gebaut wurden.
     
  • 2009 ist ein Ärztehaus als Ergänzung zum Krankenhaus gebaut worden, welches auch ausgebaut wurde. 
     
  • Südlich daneben, auf dem Gelände der Spedition Paas (früher Zeche Langenbrahm) soll demnächst gebaut werden. Entgegen der bisherigen Planungen soll es jetzt Wohnbebauung werden.
     
  • Wenige Meter weiter wird in der Magdalenenstraße gerade ein neues Wohnhaus fertiggestellt.
     
  • Dies neben der alten Kirche St. Martin, die 2006 in ein Altenheim um- und ausgebaut wurde. Nur eine Kapelle blieb von der Kirche. 
     
  • Im Jungsviertel (die letzten Punkte waren alle im Mädchenviertel) ist vor allem die Modernisierung der Messe zu erwähnen, die gerade mit dem Umbau des Osteingangs und der angrenzenden Hallen begonnen hat.
     
  • Etwas südlich, in der Köndgenstraße ist der Abriss von mehreren Altbauten und der Neubau von Wohnungen durch Vivawest umstritten und steht bevor.
     
  • Die Bebauung des Parkplatzes P4, an der Norbertstraße war mal im Rahmen der Modernisierung der Messe im Gespräch und es gibt sowohl wirtschaftliche als auch architektonische Konzepte. Dies ist aber in den nächsten Jahren wohl kein Thema.
     
  • In der Fridtjof-Nansen-Straße wurde die alte Post zu Wohnungen modernisiert, wobei eine alte Tiefgarage reaktiviert wurde. Daneben steht ein Neubau vor der Fertigstellung.
     
  • Riesige Neubauflächen wurden durch die Aufgabe der wichtigsten Sportflächen Essens, dem Stadion, der Festwiese und der dazu gehörigen Sporthalle. frei. Hier sind Wohnprojekte und Verwaltungsgebäude entstanden wie
    Grugacarree,
    Rüttenscheider Tor,
    Büropark an der Gruga, Hochtief
    E.ON,
    Deutschlandzentrale Atos,
    Silberkuhlsturm/ista sowie ein
    Wohnkomples von THW (heute Vivawest), das besonders hochwertige Wohnbauprojekt
    Living one von Kölbl Kruse Living und die
    Stadtvilla an der Prager-/Moritzstraße.
      
  • An der anliegenden Moritzstraße gab es einen weiteren Wohnhausneubau "Moritz 52".

Dies sind nur Neubauten und auch nur aus den letzten ca. 10 Jahren. Unter den Modernisierungsvorhaben wären einige besonders Innovative zu nennen, wie z.B. der Beginenhof im ehemaligen Finanzamt an der Goethestraße.

Projekte mit mehr rein städtebaulichem Charakter, bei denen auch die IGR sich für Rüttenscheid eingesetzt hat, sind z.B. die Anbindung des Grugaparkes an die Rü durch zwei Rampen, die unter dem Namen Grugate lief und zum Teil umgesetzt wurden oder die Vorschläge der IGR zum Deckeln des ehemaligen Bahnhofsgrabens oder die Standortvorschläge für Parkhäuser. Auch im Grugapark sind Bauvorhaben von Relevanz zu nennen, wie der Neubau der Gewächshäuser, die die wissenschaftliche Sammlung übernommen haben, die an der PH ansässig war, oder der Neubau des Bienenhauses.

All diese Punkte werden im Folgenden durch Bilder veranschaulicht und weiter kommentiert. (noch in Arbeit)


Das Glückaufhaus hat eine lange Tradition (siehe Geschichte) und wurde im Krieg so stark zerstört, dass nur die Fassade erhalten werden konnte.

Das Filmstudio, eines der ältesten Kinos Deutschlands (1924) konnte durch massives bürgerschaftliches Engagement erhalten werden. Die Inneneinrichtung steht unter Denkmalschutz. Es wird durch Marianne Menze weiterhin mit einem preisgekrönten, anspruchsvollen Programm bespielt.


Die Stadtwerke Essen sind auf der Rüttenscheider Straße ansässig und haben in den Hof des Häuserblocks hinein 2009 Ihre Verwaltung durch einen Neubau erweitert.


Die Häuser entlang der Baumstraße bis zur Rü sollten von den Stadtwerken abgerissen und neu entwickelt werden. Dies hat man dann doch einem Immobilienentwickler überlassen. 

56 Wohnungen werden bis 2019 von den Entwicklungsgesellschaften Nesseler Projektidee und Hopf IEG gebaut werden und dann von der Geno-Bank gekauft und vermietet. (nesseler...WAZ...)


In der Witteringstraße wird neben den Stadtwerken gerade ein neues Wohnhaus gebaut.


Das Museum Folkwang wurde 2009 nach Entwurf des renommierten britischen Architekten David Chipperfield neu gebaut, der alte Teil renoviert.


neues Wohngebäude in der Hildegardstraße


neuer Gerichtstrakt mit Sitzungssälen, Goethestraße - Eröffnung 2016 
 


neue Staatsanwaltschaft (2006), Zweigertstraße


Die alte Staatsanwaltschaft, Ecke Goethestraße wurde als Zweigert Karree in Eigentumswohnungen umgebaut. WAZ...
 


Die ehemalige traditionelle Tanzschule Thielemann wurde der Büroneubau "office center goethestr.".


Am Rüttenscheider Stern wurde das Gebäude von Althoff/Karstadt/Hertie abgerissen und als Rü62 neu gebaut (2013)


Auch das Parkhaus an der Berthold-/Alfredstraße wurde neu gebaut.


An der Klarastraße wurde das Hotel Rüttenscheider Hof durch ein Wohngebäude Stadtresidenz Rüttenscheider Hof ersetzt. Die Wohnungsgenossenschaft Essen Nord hat hier 2012 zwölf Mietwohnungen unter 100 m² erbaut, die für um die 8,5€/m² vermietet werden.


Sport- und Tanzinternat wurde 2007 als bundesweit erstes seiner Art eröffnet.


Die Gemeinde St. Ludgerus baute 2015 eine neue Kita an der Franziskastraße und hatte einige Jahre zuvor schon die Seniorenresidenz am Wehmenkamp neu gebaut.


Die Gemeinde St. Ludgerus hatte einige Jahre zuvor schon die Seniorenresidenz am Wehmenkamp neu gebaut.


neben der alten PH in der Henri-Dunant-Straße wurde das das Studentenwohnheim Ronkalli-Haus abgerissen und eine Wohnanlage von WILMA WOHNEN WEST gebaut.


An der Ecke Wittenbergstraße, Henri-Dunant-Straße wurde das hohe Verwaltungsgebäude von StraßenNRW abgerissen und der Kölner Entwicklungsgesellschaft Artemis verkauft. Auf den 4700m² entstehen jetzt rund 60 Wohnungen, von denen 23 öffentlich geförderte Mietwohnungen sein werden. Baubeginn soll Ende 2017 sein.

WAZ...


In den nächsten Jahren folgt ein riesiges Wohnvorhaben als Ersatz für die alte PH

Informationen über die Planungen zur Bebauung des Geländes der alten PH in der Henri-Dunant-Str. finden sich im Ratsinformationssystem hier… .

Z.B. Zeichnungen des Siegerentwurfes… (Anlage 2).

„Auf der Grundstücksfläche von rund 30.000 m² sollen rund 34.000 m² Bruttogeschossfläche in Form von Geschosswohnungsbau entwickelt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 30 % der Bruttogeschossfläche als öffentlich geförderter Wohnungsbau nach den Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen vorzusehen sind.“ Ein Eingangsplatz im vorderen Bereicht eröffnet das Gelände. Hier ist auch ein Kindergarten vorgesehen.

Aussagen zum Siegerentwurf auf Seite 12 des Bebauungsplanes...

Allgemeine Pressemeldung der Stadt Essen..., WAZ...

(Luftbild: WAZ)

Man erkennt links neben dem riesigen Gelände der PH und der ehemaligen Gewächshäuser (unten) den Grünstreifen der Bahntrasse an dem sich auch Schrebergärten befinden und links davon das Gelände "Fabricca Italiana".
Rechts oben die Sporthalle des VGSU (Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie der Uni) um deren Erhalt sich viele intensiv und erfolgreich bemüht haben.

Auf der anderen Seite der alten Bahntrasse an der Müller-Breslau-Straße wird als Ersatz für die Fabbrica Italiana ein Komplex mit gewerblicher und Wohnnutzung durch Living Space und das Wohnungsunternehmen Vivawest entstehen.

WAZ...


Auf der anderen Seite der Henri-Dunant-Straße, an der Wittenbergstraße ist das große Bürogebäude von StraßenNRW angeblich nun auch verkauft. Seine Zukunft ist ungewiss.

Letzte Meldungen berichten, dass das Gebäude bereits abgerissen wird.


Wenige Meter entfernt an der Wittenbergstraße wurde ein Bürogebäude abgerissen. Ein Mehrgenerationenhaus ist in Bau (Ambro Immobilien)

WAZ über Grundsteinlegung...


Einen Häuserblock westlich an der Veronikastraße wurde das Autohaus Van Eupen verkauft und der Bebauungsplan geändert, so dass Wohnbebauung erlaubt ist (Kritik s.u.). Das Google Luftbild zeigt die Lage und wie dicht die Bauvorhaben zusammenliegen. 

BelleRü“ heißt das Wohnprojekt von INTERBODEN

WAZ...  DEAL... berichten 

Bilder von INTERBODEN aus WAZ und DEAL

70 Wohnungen, die auf drei Häuser entlang der Veronikastraße und auf fünf Häuser im Innenhof verteilt werden, will die Interboden GmbH bis Ende 2018 auf dem 9000 Quadratmeter großen Grundstück errichten, über einer Tiefgarage mit 90 Stellplätzen. Geplant sind Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern, zwischen 52 und 141 Quadratmetern groß, größtenteils barrierefrei. Bis zum Jahresende sollen die Bestandsgebäude abgerissen werden, im ersten Quartal 2017 sollen sich die Baukräne dann an der Veronikastraße drehen.


Gegenüber wird gerade das Wohnbauvorhaben RüNuvo von Hopf IEG fertiggestellt. 


Daneben wurde im Jahre 2009 ebenfalls von Hopf das Wohnbauvorhaben Quartier 4 fertiggestellt.


Direkt daneben, auf dem Gelände des ehem. Holzhandels Conrad, ist in Kürze Wohnbebauung vorgesehen. (Grenzland-Bau)

Im Ratsinformationssystem gibt es umfangreiche Unterlagen zum Vorhaben zur Änderung des Bebauungsplans (vorher war gewerbliche Nutzung vorgesehen). Aus diesen Anlagen ist der u.a. Grundriss.

WAZ... (Luftbild: WAZ)

Die Pläne liegen bis zum Di. 31.1.17 im Deutschlandhaus Raum 501 aus und werden öffentlich am 31.1. um 19 Uhr in der Versöhnungskirche, Alfredstr. 215 ausgelegt. Infos zu dieser "frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung" hier...


Direkt daneben entstand 2007 das Wohbauprojekt ECOdrei in der Girardetstraße.

Zu den Besonderheiten gehört eine Geothermiebasierte Heizung (Im Bild das einbringen der Wärmetauscher in den Untergrund).


Diese Gelände sind ehemaliges Gelände des alten Güterbahnhofes Rüttenscheid. Hierzu zählt auch der Neubau des Atlantic Congress Hotels neben der Grugahalle, das 2010 eröffnete.


Entlang eines Gleisabzweigs vom Bahnhof zur Zeche Langenbrahm, an der Wittekindstraße soll in Kürze das Bauvorhaben "Rüttenscheider Gärten" beginnen. Die Entwürfe des Architektenwettbewerbs werden sicher noch modifiziert. Trotz unterschiedlicher Grundstückseigentümer wurde eine gemeinsame Planung vorgenommen. Eine gemeinsame Realisierung wird angestrebt. 


An der Ecke Wittekind- Rüttenscheider Straße entstand im Jahre 2010 durch Hopf das Büro- und Ärztehaus Rü199


Wenige Meter entfernt, zwischen Hertha-, Ursula- und Josephinenstraße wurden 2013 Industriehallen abgerissen und von Viantis Wohnbebauung unter dem Titel Rüttenscheider Höfe realisiert. 

Der Abriss umfasste auch eine große Fabrikhalle (Helmut Reiter - Gabelstapler etc.), wie sie früher im Mischgebiet Rüttenscheid viel in den Höfen anzutreffen waren. Ein besonders deutliches Beispiel für die Zurückdrängung von Gewerbe.

Etwa entlang der Ursulastraße, gegenüber dem Kruppkrankenhaus wurde die Kruppsche Siedlung Altenhof I leider weitgehend abgerissen und von Thyssen Krupp 2003 Die Wohnsiedlung Wohnen am Altenhof gebaut. Die Nord- und Südseite sind aus unbekannten Gründen nicht gebaut wurden.

Die Querriegel rechts und links wurden nicht gebaut. Vielleicht kommt das noch?
Für das rechte Gebäude gab es längere Zeit ein Bauschild von einer Firma, die es aber nicht mehr gibt.

2009 ist ein Ärztehaus als Ergänzung zum Krankenhaus gebaut worden, welches auch ausgebaut wurde. 


Südlich daneben, auf dem Gelände der Spedition Paas (Manfred-/Ursulastr. früher Teil von Zeche Langenbrahm) soll demnächst gebaut werden. Entgegen der bisherigen Planungen soll es jetzt Wohnbebauung werden. Bisher war gewerbliche Nutzung, möglichst aus dem Medizinsektor geplant, weil die großen medizinischen Einrichtungen benachbart sind (Krupp Krankenhaus, Ärztezentrum, Dialysezentrum etc.) Für eine weiterhin gewerbliche Nutzung spricht auch die unmittelbare Nähe zur A52. Das Gebäude sollte die Schallemissionen vom benachbarten Wohngebiet Altenhof abschirmen.

Nun ist auch dies entschieden. Der Informationen zum Bebauungsplan und die Ergebnisse des städtebaulichen Architekturwettbewerb ist im Ratsinformationssystem hier zu finden.

Entwickler ist die Fa. Arsatec. Das Grundstück auf der anderen Seite der Manfredstraße ist zwar im Bebauungsplan enthalten, wird aber voraussichtlich von einer anderen Firma bebaut.


Wenige Meter weiter wird in der Magdalenenstraße gerade ein neues Wohnhaus fertiggestellt.


Dies neben der alten Kirche St. Martin, die 2006 in ein Altenheim um- und ausgebaut wurde. Nur eine Kapelle blieb von der Kirche. 


Im Jungsviertel (die letzten Punkte waren alle im Mädchenviertel) ist vor allem die Modernisierung der Messe zu erwähnen, die gerade mit dem Umbau des Osteingangs und der angrenzenden Hallen begonnen hat.


Etwas südlich, in der Köndgenstraße ist der Abriss von mehreren Altbauten und der Neubau von Wohnungen durch Vivawest umstritten und steht bevor.


In der Fridtjof-Nansen-Straße wurde die alte Post zu Wohnungen modernisiert, wobei eine alte Tiefgarage reaktiviert wurde. Daneben steht ein Neubau vor der Fertigstellung.


Riesige Neubauflächen wurden durch die Aufgabe der wichtigsten Sportflächen Essens, dem Stadion, der Festwiese und der dazu gehörigen Sporthalle. frei. Hier sind Wohnprojekte und Verwaltungsgebäude entstanden wie 
Grugacarree
Rüttenscheider Tor
Büropark an der Gruga, Hochtief
E.ON, 
Deutschlandzentrale Atos, 
Silberkuhlsturm/ista sowie ein 
Wohnkomples von THW (heute Vivawest), das besonders hochwertige Wohnbauprojekt 
Living one von Kölbl Kruse Living und die 
Stadtvilla an der Prager-/Moritzstraße.


An der anliegenden Moritzstraße gab es einen weiteren Wohnhausneubau "Moritz 52".


Problem: Einzelhandels-Nahversorgung

Vor einiger Zeit wurde der Pennymarkt im Girardet Haus geschlossen. Nicht, weil er Verluste machte, sondern, weil er eine firmeninterne Mindestgröße nicht einhielt - hieß es. Der Aufschrei der umliegenden Anwohner war erheblich, was zeigte, dass er eine wichtige Nahversorgungsfunktion erfüllte.

Als der o.g. Autohandel van Eupen verkauft wurde, wollte Lidl seinen Markt neben Staples, Eleonorastr. hierhin verlegen. Dies wurde von der Verwaltung mit Verweis auf das Einzelhandelskonzept abgelehnt (Karte daraus unten). Dieses sehr nützliche Instrument wird regelmäßig angewendet, um die Stadtteilzentren vor der Konkurrenz "auf der grünen Wiese" zu schützen und so ihre Nahversorgungsfunktion und Lebendigkeit zu erhalten.

Die Lokalpolitik sah das in diesem Fall anders. Die u.a. Zeichnung zeigt, dass die Supermärkte relativ weit von zahlreichen Neubauvorhaben erheblicher Größe liegen und der Standort van Eupen mitten im Zentrum dieser neuen Wohnsiedlungen liegt. Außerdem war es nur eine Umlegung von einem Standort, wo schon zwei andere Supermärkte in der Nähe liegen. (Eleonora-/Töpferstraße) Zuvor wurde schon entsprechend ein Versuch an der Fabbica Italiana / Müller-Breslau-Straße zurückgewiesen (WAZ). 

Schade. Es stellt sich die Frage, ob das Einzelhandelskonzept - wenn es überhaupt sinngemäß angewendet wurde - hier wirklich dem Stadtteil und der Nahversorgung der Bürger dient. 

Problem: Wohnen / Gewerbe

Es gibt in der Stadt Essen zwei nachvollziehbare, in diesem Fall gegensätzliche Entwicklungsziele:

Zum einen sollen neue, bedarfsgerechte Wohnungen geschaffen werden, um neue, möglichst potente Essener Bürger zu gewinnen, denn dies bedeutet Steuereinnahmen, Kopfzuweisungen vom Land und eine bessere Ausnutzung der Infrastruktur, die für 700.000 Bewohner ausgelegt ist.

Zum anderen fehlen Gewerbeflächen um Arbeitsplätze zu schaffen, die die EWG immer betont. Dies behindere auch die wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt.

Nun bietet Rüttenscheid als traditionelles Mischgebiet von jeher eine Mischung von Wohnen (29000 Bewohner) und Arbeiten (2800 Firmen, ca. 30.000 Beschäftige) und erfüllt damit ein Ideal von Städtebauern. Diese Struktur bietet viele Vorteile, z.B. bei Infrastruktur, Parken etc..

Da ist es sehr bedenklich, dass gerade in letzter Zeit bei großen Bauprojekte eine Umwandlung von gewerblicher zu Wohnnutzung vorgenommen wird. Dies ist beim Gelände des Holz-Baumarkts Conrad, bei der Spedition Paas, beim Autohandel van Eupen und in gewisser Weise bei der alten PH der Fall. Dabei sind die Flächen Conrad und Paas zum Wohnen wegen der anliegenden Autobahn und ihrer Schallemissionen hierfür auch noch schlecht geeignet. Bei Paas - direkt an der A52 und neben der Feuerwehrwache gelegen - war auch immer eine Nutzung durch Gesundheitsfirmen diskutiert worden, die die Nähe zum Krankenhaus, Ärztezentrum und zum Dialysezentrum nutzen sollte. Sie sollen akustisch eine Abschirmung der Wohnsiedlung Altenhof zur Autobahn bewirken. Jetzt wird Wohnen sogar direkt an der Autobahn ermöglicht.

Die Politik beklagt immer, dass sie auf die städtebauliche Entwicklung wenig Einflussmöglichkeiten hat, da die Nutzung von den Eigentümern entschieden wird. Jetzt aber, da sie Einfluss hat, weil Bebauungspläne geändert werden müssen, nutzen Sie diese Möglichkeit nicht - zu Lasten des Stadtteils, dessen traditionelle Struktur weiter weiter abgebaut wird.

Schade.


Parken

Es liegt auch noch in den letzten 10 Jahren, dass die Martinstraße zwischen Alfredstraße und Gericht umgestaltet wurde. Dabei hat sich die IGR vehement für die Erhaltung möglichst vieler Parkplätze eingesetzt. 47 von rund 100 wurden es dann, die das Gerichtsviertel und die Rü entlasten.

Interessanterweise zeigt sich den ganzen Tag über eine geringe Nutzungsquote, obwohl auch in der Umgebung Parkraum bewirtschaftet ist, wo doch angeblich ein so hoher Parkdruck so hoch ist.

Sicher ist, dass unnötige Vernichtung von Stellflächen vermieden und die Schaffung neuer gefördert werden müssen. Die IGR hat hierzu viele Vorschläge gemacht. So mancher wurde umgesetzt.

Die o.g. Verdrängung von Gewerbe ist diesbezüglich schädlich, weil die Nutzungszeiten von Wohnen und Arbeiten sich gerade ergänzen. Wenn die einen gehen kommen die anderen. Daher sind die Parkprobleme nach allen Studien auch in den reinen Wohngebieten am größten.

Alle Neubauprojekte müssen Stellplätze schaffen. Dabei schreibt die Verwaltung (abgesegnet von der Politik) eine Quote von Stellplätzen pro Wohneinheit vor. Für die späteren Nutzer und die Umgebung ist also eine hohe Quote von Interesse, für den Investor eine geringe, obwohl sich Stellplätze immer gut vermieten lassen. 
Wie schon bei der Frage ob gewerbliche Nutzung in Wohnnutzung umgewandelt werden sollte, weil es für den Eigentümer und Bauherrn wirtschaftlicher ist, ist auch hier festzustellen, dass die städtbaulichen Interessen für Politik und Verwaltung vorrangig gegenüber den Investoreninteressen sein sollten. Jedenfalls solange das Projekt nicht gefährdet wird.

In der BVII (Bezirksvertretung des Bezirkes II) hat Planungsdezernent Hans-Jürgen Best einen Faktor 2 (Stellplätze pro Wohnung) für möglich erklärt. Leider hat die BV darauf nicht entsprechend festlegend reagiert.

Bei den meisten Vorhaben liegt der Faktor bei 1,5 St/Wo. Teilweise, wie bei der BV-Vorlage zum Projekt "PH" steht in der Vorlage 1,5 und im Konzept für den Bebauungsplan dann doch 1,4!?

Häufig hört man den Einwand, dass die in der Regel großflächigen Wohnungen, die für Familien oder gut situierte, oft doppelt berufstätige Paare infrage kommen, einen Bedarf von 2-3 PKW je Wohneinheit erzeugen und so die vermeintliche Parkplatznot erhört wird.

Der Faktor 2 wäre da schon besser. Eine entsprechende Forderung der BVII hat es leider bisher nicht gegeben.


Thema Mieten

Es wird gelegentlich behauptet, die Wohnungsmieten in Rüttenscheid würden in letzter Zeit stark steigen, und die Frage steht natürlich im Raum, ob die vielen Bauvorhaben einen negativen Einfluss auf Mieten oder Sozialstruktur haben.

Tatsache ist, dass die durchschnittlichen Wohnungsmieten in den letzten Jahren in der Größenordnung der Inflationsrate gestiegen sind (0,9%/a, 1,4%/a etc.) und die Steigerung weit unter der in anderen Regionen liegt. Angesichts der wirtschaftlichen Lage in ganz Deutschland ist allerdings mit einer gewissen Steigerung auch zu rechnen.

Wie die Bevölkerungsstruktur eine große Vielfalt aufweist, so ist es auch beim Wohnungsbestand und bei den Mieten. Sie reichen von 5-10 €/m² was auch die Qualitäten abbildet. Vorkriegs, wie Nachkriegsbauten weisen im Mittel eine für heutigen Bedarf ehr zu kleine Größe auf. Der Bestand von Wohnungsunternehmen hat einen vergleichsweisen geringen Anteil.

Vergleiche mit Neubaumieten führen gelegentlich zu Missverständnissen. Natürlich hat ein Neubau eine höhere Quadratmetermiete, aber dafür auch deutlich geringere Nebenkosten z.B. bei den Heizkosten in Folge der Wärmedämmung.

Die Neubauvorhaben zielen überwiegend auf Wohnungen mit über 100m² ab und haben sehr unterschiedliche Qualitäten und Preise. So hat die Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord, die am Rüttenscheider Platz Mietwohnungen gebaut hat, ehr ein mittleres Mietniveau (8,x€/m²) realisiert, wie es auch bei den Eigentumswohnungen einiger Genossenschaftsbanken der Fall ist. Daneben gibt es auch teure, sehr hochwertige Objekte. Wegen ihrer vergleichsweise geringen Zahl schwankt der Preis von Neuwohnungsverkäufen je Jahr deutlich, je nachdem was für Projekte gerade fertig werden. Die hat zu Fehlmeldungen über die mittleren Wohnungsmieten geführt.

Durch diese Vorhaben wird die Miete der bestehenden Wohnungen, die man als schützenswert ansehen kann, in keiner Weise erhöht. Generell hat bei ca. 18000 Haushalten in Rüttenscheid der Zubau von im langjährigen Mittel vielleicht 100 Wohnungen pro Jahr keinen großen Einfluss.

Weil dies auch verteilt über die Fläche stattgefunden hat, kann man auch nicht von einem Effekt der Gentrifizierung sprechen, denn obwohl der Zuzug natürlich ehr durch kapitalkräftige Mitbürger erfolgen dürften, macht er einen geringen Anteil aus und tritt nicht geballt in einem Gebiet auf.

Sowohl städtebaulich als auch hinsichtlich der Sozialstruktur ist mit positiven Effekten für den Stadtteil zu rechnen. So sehen es auch die Behörden und weite Teile der Politik.

Auch für gewerbliche Flächen ist Rüttenscheid ein guter Standort. Neben all den Vorteilen der Infrastruktur und dem positiven Image sind Mieten, die selten über 10€/m² liegen im Vergleich sehr günstig.

Etwas anderes ist die Situation bei den Ladenmieten. Diese unterliegen leider einem stetigen und nicht immer gerechtfertigten Steigerungsprozess was die Existenz vieler Einzelhändler und Gastronomen gefährdet, die die Qualität Rüttenscheids ausmachen. Aber das ist eine andere Geschichte... 


Grugaanbindung

Seit Jahren bemüht man sich um eine bessere Anbindung des Grugaparkes an Rüttenscheid, insbesondere der Rüttenscheider Straße. Vor einigen Jahren sind diese Planungen unter dem Arbeitstitel Grugate konkreter geworden. Eine Finanzierung aus Düsseldorf soll in Aussicht sein. Zusammen mit Anliegern und der IGR wurde von "Grün und Gruga" 2008 ein Konzept entwickelt, wie dies unter den gegebenen Randbedingungen erreicht werden kann. Zwei Rampen und eine Aufbereitung und Kennzeichnung des Weges zur Gruga waren Hauptbestandteile. PDF...

Die kleine Rampe unter der Alfredstraßen-Brücke ist bereits gebaut, die Große wird vermutlich nicht mehr realisiert werden. Mittel sollen in Düsseldorf aber bereitstehen.

Ein weiterer Schwachpunkt ist die Tatsache, dass die "Alfredbrücke", die dringend Sanierungsbedürftig ist, in Ihrem Erscheinungsbild aus der Sicht des neuen Weges - also von unten - nicht Gegenstand der Planungen von Grün und Gruga ist. Es handelt sich um eine Bundesstraße für deren Sanierung das Land zuständig ist.



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